134. Frauenhaus "Hanna" in Oldenburg - ein Gepräch mit Ulf Mindermann
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Ulf Mindermann. Ulf ist Diplom-Kaufmann, langjährig in Personalverantwortungen und jetzt im Ruhestand ehrenamtlich Geschäftsführer des Johanniter Frauen- und Kinderschutzhauses in Oldenburg. Im Fokus steht sein Engagement für das Frauen- und Kinderschutzhaus „Hanna“ – das gerade eröffnete, bundesweit erste Frauenhaus des Johanniterordens.
Das offen konzipierte Haus bietet Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind und deren Kindern, rund um die Uhr Schutz und einen sicheren Ort des Ankommens. Mit 14 Apartments und einem niedrigschwelligen Ansatz setzt „Hanna“ ein klares Zeichen gegen Stigmatisierung und für Selbstbestimmung. Wir sprechen über gesellschaftliche Verantwortung über das Berufsleben hinaus und darüber, wie Erfahrung, Verantwortung und ehrenamtliches Engagement konkrete Veränderung möglich machen – für Schutz, Würde und neue Perspektiven.
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00:00:13: Herzlich willkommen zum Zonter Podcast Tietit.
00:00:15: Ich bin Susanne und
00:00:17: ich bin Ute und das ist der Zonter Podcast Tietit.
00:00:21: Alles um Themen rund um Frauen und Mädchen.
00:00:25: Genau und ihr hört uns alle vierzehn Tage am Freitag und heute haben wir Ulf Minnermann zu Gast.
00:00:31: Und Ulf, wir kennen uns schon viele viele Jahre, ich weiß nicht bestimmt über zwanzig Jahre.
00:00:38: Du hast eine lange, lange Personalkarriere hinter dir, aber hast also ganz viele Positionen als... Personal, Experte in verschiedenen Unternehmen inne gehabt.
00:00:50: Jetzt bist du gerade in den Ruhestand, aber auch nicht so wirklich in den Ruhestand gegangen, bist als Interimmanager tätig und du hast vor allen Dingen ein ganz tolles Projekt gerade begleitet, nämlich den Aufbau eines Kinder- oder Frauen- und Kinderhauses, Schutzhauses in Oldenburg mit dem Namen Hanna.
00:01:10: Und darüber wollen wir gerne mit dir sprechen.
00:01:12: Wir freuen uns, dass du Zeit für uns hast.
00:01:15: Ich freue mich eben so.
00:01:15: Guten Morgen noch mal in die Runde.
00:01:16: Und ja, danke für die Einladung zu diesem Frühgespräch um acht Uhr morgens, wenn das jetzt noch bezeichnet wird.
00:01:25: Aber ja, bin gerne dabei.
00:01:27: Ja, super.
00:01:28: Ja, Ul, vielleicht stellst du dich erst mal ein bisschen vor und ich glaube, die Kompetenzen, die du so im Laufe deines Berufslebens erworben hast, die spielen hinterher eine weitere Rolle.
00:01:39: Deswegen erzähl doch mal ein bisschen, was du eigentlich ein Leben lang gemacht hast.
00:01:44: Ja, das ist ein breites Thema mit jemandem der Sechsundsechzig ist.
00:01:49: Da haben wir ein paar Dinge erlebt.
00:01:50: Ich bin dann mal auch in Bremen groß geworden, als Nordlich sozusagen dann zum Studieren nach Hamburg gegangen und bin dann relativ bald über eine Ausbildung, die ich vorher schon gemacht habe in Bremen angefangen hatte und am Bock fortgesetzt, in der Schiffe hat gelandet bei Aparc Lloyd seinerzeit und dort angefangen und dann während der Studiums.
00:02:10: mit denen war ich sehr eng verbunden, hatte dann Ich bin mit dem Wieder-Einstieg quasi auch schon bei den Einstiegens-Personal-Management gefunden und bin dann in so einer typischen Personalreferent oder irgendwann eine Personalleiter geworden, Karriere geblieben und hab dann, irgendwann steht man denn vor der Frage, machst du diesen Fachgebiet weiter, dann machst du irgendwas anderes und bin dann tatsächlich in diesem Fachgebiet geblieben, hab dadurch verschiedenste Unternehmen kennengelernt und auch mal hier, so sind wir nach Oldenburg gezogen, war der EBE tätig gewesen und da haben wir sozusagen uns mal kennengelernt.
00:02:39: Auf irgendeinem Kongress war er nicht so erstmalig, ne?
00:02:42: Und dann später dann gemeinsam mit Projekte gemacht, bei EWE noch, und dann später immer mal wieder vereinzelt und Abständen gesehen.
00:02:50: Ja, und dann kam dann irgendwann, war ich bei einer, wieder bei einer anderen Räterei bei der Hamburg-Süd.
00:02:56: Das ist eine Ottgör-Gesellschaft gewesen, muss man sagen, das Unternehmen ist dann verkauft worden.
00:03:01: Und im Zuge dieses Verkaufs bin ich dann auch wieder ausgeschieden.
00:03:03: Das war, da war ich aber auch schon Ende fünfzehn, also vor jetzt sieben, vor acht Jahren, ungefähr sieben Jahren.
00:03:10: Dann kam so die Frage, was machst du jetzt, hörst du jetzt auf?
00:03:13: Und dann gab es noch mal eine Begegnung zwischen uns beiden auf dem Weg in die schöne Inselweiltrum, wo ich durch Auri fuhr.
00:03:20: Da war der Mensch, ihr kennt sie doch, Susanne.
00:03:21: Und die hat auch immer ein gutes Netzwerk.
00:03:24: Und was gibt es denn dafür?
00:03:24: Ideen.
00:03:25: Und so kam ich dann nochmal in eine ganz andere Funktion, in einer Patentanwaltskanzlei.
00:03:29: Also ich habe Zeit meines Lebens mit Personalmanagement zu tun gehabt und in der Regulierungsfunktion.
00:03:34: Und insofern habe ich auch immer so an der Schnittstelle mit Menschen viel, aber eben auch... Als Arbeitgeber ist man natürlich dann auch unterwegs, also in dieser gemischten Funktion, eigentlich sehr, sehr viele Erfahrungen mit unterschiedlichsten Typologien und Menschen und Führungskräften und Mitarbeitern und Betriebsräten und so was zu tun gehabt.
00:03:54: Und ja, und das ist jetzt zu Ende gegangen, weil ich jetzt sechsundsechzig bin und normal altos gemäß ausgeschieden werden, das war auch so verabredet mit denen.
00:04:04: Und dann ist natürlich die Frage, was machst du jetzt?
00:04:05: oder machen wir jetzt so.
00:04:07: Klia Katt oder in diesem Geschäftsweiter.
00:04:09: Ich bin ein bisschen unterwegs, Interimistisch.
00:04:11: Es klingt aber noch mehr als es ist.
00:04:14: Das sind eher so kleinere Einsätze, hier mal eine Teamentwicklung und dann mal irgendwie ein kleineres Beratungsprojekt.
00:04:20: Aber im Wesentlichen beschäftige ich mich jetzt im Moment mit diesem Hannah Haus.
00:04:24: Genau das ist dieser Name für das Ciorelita-Frau- und Kinderschutzhaus.
00:04:29: Hannah ist ein... Kunstname, wenn man kann muss sagen, was mit Johannita zu tun, aber das sollte nicht so sperrig sein, nicht so voll auf das Thema hinweisen.
00:04:38: Und deshalb hat es diesen Namen bekommen.
00:04:41: Und das ist jetzt ein Thema, wo ich mehr so ein bisschen wie die junge Frau zu Kind dran gerutscht bin.
00:04:47: Also geht gerne jederzeit zwischen Durchfragen.
00:04:51: Genau.
00:04:52: Also das ist das Thema Ulf, worüber wir gerne sprechen wollen.
00:04:57: Die Orange Days liegen ja gerade hinter uns und wir hatten zum Beispiel auch eine große Podiumsdiskussion zum Thema.
00:05:04: Und da war eine Erkenntnis, es gibt eigentlich viel zu wenige Frauenhausplätze.
00:05:09: Und dem ja arbeitet ihr so ein bisschen entgegen.
00:05:13: Ihr habt in Oldenburg das zweite Frauenhaus eröffnet.
00:05:17: Du hast den Namen schon gesagt.
00:05:19: Hannah, der Träger sind die Jo... Johannita.
00:05:21: Genau.
00:05:23: Und was ich spannend finde, es ist ein, war mir gar nicht klar, dass es einen Unterschied gibt.
00:05:28: Es gibt ein so genanntes offenes Konzept.
00:05:30: Das heißt also, die Adresse ist verfügbar.
00:05:33: Man weiß, wo dieses Haus ist.
00:05:36: Vielleicht kannst du das als erstes mal so sagen, was war so der Beweggrund, so ein offenes Konzept zu machen?
00:05:43: Ja, das ist in der Tat so, die meisten Frauenhäuser in Deutschland sind nicht offen, also geschlossen und in sofern sind die Adressen in der Regel dann auch nicht verfügbar.
00:05:53: Hier ist es, wir wollen bewusst den Weg anders gehen und offensiv in dieses Thema hinein und nicht irgendwie schamhaft zu verschweigen, dass es sowas gibt im Gegenteil.
00:06:03: Das Thema häusliche Gewalt oder überhaupt Gewalt an Frauen und Kindern ist so präsent und so immer stärker werden in unserer Gesellschaft, kommt aus der Mitte unserer Gesellschaft über alle sozialen Milieus.
00:06:17: Und da war die Idee, das in diesem offenen Konzept zu machen, was sicher auch das eine Ein- oder Nachteil hat, das kann ich ja nicht erinnern, aber das erläutern so im operativen Betrieb.
00:06:27: Aber im Grundsatz her ist die Idee zu sagen, nein, das Thema ist nicht zu verschweigen, wir müssen daran und müssen das öffentlich machen.
00:06:35: Und insofern haben wir auch diesen Slogan gegeben, sichtbar, aber sicher.
00:06:40: Das ist die Marschrichtung für das Haus, das heißt, man kennt die Adresse, da steht auch draußen ein Schild dran.
00:06:46: Und wir haben es ja auch sehr öffentlich hier gefeiert.
00:06:49: Wir haben dieses Eröffnungsgottesdienst davor vor zwei Wochen oder drei Wochen.
00:06:53: Also es soll bekannt und offen sein, aber es muss eben dann auch sicher sein.
00:06:57: Und das bedeutet jetzt in der Konstruktion des Hauses.
00:07:01: Wir haben Zugangsschleusen, es gibt Kamerasystemen und es gibt so kodierte Schüssel für die Bewohnerinnen und für die Kinder, das soll keiner deswegen rein und raus können.
00:07:11: Die Bewohner natürlich aber keine Fremden oder keine Dritten.
00:07:14: Und deshalb ist das... relativ aufwendig hat uns sehr viel Arbeit gemacht, so in der Vorbereitung, jetzt kurz vor der Eröffnung, dass eben dieses sichtbar, aber sicher eben auch in der Tat auch so passiert, wie es gewollt ist.
00:07:26: Und da gucken wir jetzt gerade, ob das gut funktioniert.
00:07:29: Hat ein paar Anlaufschierigkeiten, ist aber bei jedem Projekt dieser Art irgendwie so, aber wir sind gerade so gute Dinge jetzt und haben das glaube ich mittlerweile auch einigermaßen geredet.
00:07:38: Aber das ist der Hintergrund.
00:07:39: Es gibt keinen Grund, das zu verschweigen.
00:07:42: Wir müssen das offen besprechen und besprechbar machen auch.
00:07:45: Und überall, wo ich jetzt über dieses Thema auch berichte, das ist eigentlich auch so ein Durchweg, das Feedback, was ich so aus allen Ecken des Freundes bekam, Kreis oder aus dem beruflichen Umfeld höre, zu sagen, ja, das ist eigentlich auch sehr vernünftig und sehr machbar, sehr sinnvoll.
00:08:01: Und wir haben das eben schon gesagt, der Mangel ist immens.
00:08:04: Als klar war, es gibt so eine Daubenregel, das pro Zehntausend Einwohner einen solcher Platz... zur Verfügung stellen, also jetzt von der Verwaltungs- seite, also von der Stadt- seite oder von der Gemeinde, hier war es von den öffentlichen Seiten mit.
00:08:21: Also eine, wir sind noch in den Sechsten, einwundert, das wären siebzehn solche Plätze.
00:08:25: in Oldenburg, gab es nur fünf oder sechs oder sieben, also es ist so ein relativ kleines Haus, das andere.
00:08:29: Und so kam die Idee dann auf, dass wir das unter den Jujaniter-Stern quasi starten.
00:08:36: Und das ist jetzt euch ein bisschen zu dem Gebäude vielleicht erzählen.
00:08:39: Ja, gerne.
00:08:41: Also es ist so oft gebaut, dass wir, oder ich fange mal anders an, die Johanniter sind ja ein Männerorgan.
00:08:47: Neun, neun Jahre Tradition und da haben sich viele gefahren, also was haben die denn eigentlich, das sind die Männer, das sind ja eigentlich das Problem, was haben die eigentlich damit zu tun?
00:08:54: Habe ich mich auch gefragt, ehrlich gesagt, warum nehmen diese, ich meine, ist ja super, nur wenn Männer sich für dieses Thema einsetzen, entsteht Veränderung, aber das fiel mir natürlich auch gleich auf.
00:09:05: Ja, das ist auch tatsächlich... was Neues für die ganze ganze Unita Welt.
00:09:10: und dann hat er vor ein paar Jahren schon mal drüber nachgedacht, dass man das ja eigentlich mal machen könnte und aus diesem eigentlich mal machen können ist dann auch so ein bisschen wieder Ruhe in das Projekt eingetreten, weil man eben auch zum Beispiel keine Immobilien fand und so aus verschiedenen anderen Gründen auch.
00:09:25: Und vor einem Jahr, um diese Zeit, da war ich auch gleich dabei, gab es dann eine Option der entsprechenden Immobilien, die hier frei wurde und wo Ja, Freunde von uns, die da sehr stark bei diesen Themen schon immer involviert waren.
00:09:37: Und der Mann, der auch selbst Ordensfritter ist, mit denen sprachen wir abends über dieses Thema.
00:09:43: Und das Gegenteil wurde immer aktiver und aktiver.
00:09:47: Und dann sagte Anja Segert, heißt sie, Frau, du hast doch bald Zeit, oder?
00:09:52: Ruhigstand steht an und wir sind das am letzten Wochen.
00:09:55: Wir brauchen jemanden, der sich in diese, es gibt eine gemeinnützige GmbH zwischen dem Orden und der Einrichtung.
00:10:02: weil der Orden selbst nicht als Arbeitgeber sowas auftreten möchte.
00:10:05: Da gibt es eine Gemeinnütze gegen BH und für diese Gemeinnütze gegen BH brauchen sie einen ehrenamtlichen Geschäftsführer oder zwei.
00:10:11: Und die eine gab es schon, das ist eine rechtsanwälte Rotaren hier aus Oldenburg.
00:10:16: Und wir beide haben das zusammen, beide ehrenamtlich mit relativ viel Angeschmord.
00:10:22: Und wenn in der Startphase es ist, ist es natürlich auch mehr, wahrscheinlich als nachher im eingesprungenen Zustand, würde sicherlich auch wieder weniger werden.
00:10:29: Aber das machen wir jetzt mit viel Freude und aber auch Enthusiasmus und Engagement.
00:10:35: Ja, und dann geht das los.
00:10:36: Die Immobilie ist dann irgendwann bietbar und dann haben wir sie angemietet, haben einen Mietvertrag gemacht über eine lange Zeit.
00:10:44: Und das ist hier relativ schön.
00:10:46: der Gegend hier, also ein ganz schönes Gebäude.
00:10:47: Das war mal eine alten Einrichtung, also da ist so die Grundstruktur der Räume und der Sozialräume so zueinander.
00:10:54: Da ist dann schon mal ganz gut gegeben.
00:10:56: In dieses Gebäude haben wir dann ja... mit vielen Handwerkern so aufbereitet, dass das dann am Ende vierzehn Apartments wurden, mit insgesamt, also wenn man über die gesamte Vollbelegung wären, zweiundvierzig Plätze, also irgendein Frauen plus Kinder.
00:11:11: Manche Frauen kommen mit einem oder zwei Kindern und wir könnten auch welche aufnehmen, die drei, vier, fünf mitbringen, oder zwei oder so.
00:11:16: Manche Apartments lassen sich so zueinander verschieben, dass man in größerer Plätze noch mehr am Ende hat für größere Gemeinschaften.
00:11:24: Ja, und diese... Dieses Haus ist dann so langsam Stück für Stück fertig geworden, da waren befiehlt tatsächlich auch der Baustelle, also richtig Baubegleitung quasi, kann man sagen.
00:11:34: Und dann geht es natürlich auch stark um die Frage der Finanzierung, vielleicht noch mal etwas genauer erzählen, aber wir wollten dann in die Handlung gehen mit der Stadt, weil die Refinanzierung dieses Hauses funktioniert über die Beiträge sozusagen der Bewohnerinnen, die in der Regel Leistungsempfänger sind.
00:11:55: Jobcenter unterstützt sind.
00:11:57: Und so missten wir mit der Stadt.
00:11:59: Wir haben eine sehr umfängliche Dreißigseitenvertrag.
00:12:02: Es ist geworden Leistungsvereinbarung getroffen für die Kostenflüsse.
00:12:07: Es läuft so ab.
00:12:11: Ein Fall, der meistens manchmal kommen die so ganz einfach und normal rein.
00:12:15: Aber es gibt auch Fälle, die kommen mit Krankenwagen oder mit Polizei oder sonst mit irgendwelchen Freunden.
00:12:21: Dann werden dann schlagen, dann irgendwann das Nachts ja auch häufig.
00:12:24: dort auf und dann gibt es so eine erste Phase, könnte man wie beim medizinischen Umfeld eine andere Nese nennen, also da wird sozusagen die Mitarbeiterin und davon haben wir insgesamt drei Zähne, das ist ein ziemlich großes Betrungsverhältnis, das sind ziemlich viele, das ist aber auch gut und richtig, weil die inhaltlich arbeiten, das ist sehr viel, das sind fünf inklusive Leiterinnen, fünf Sozialarbeiterinnen, die das Thema gelernt und studiert haben.
00:12:52: und drei Erzieherinnen und dann Hauswirtschaft und ein paar andere Funktionen.
00:12:57: Also die aufunehmenden Kolleginnen müssen sich dann ein Bild machen innerhalb der ersten noch mal vierundzwanzig Stunden zu sagen.
00:13:06: Erstmal haben wir den Platz.
00:13:06: ganz physisch, das ist ja auch schnell und das ist jetzt schon voll, das Haus war nach zwei Wochen schon voll.
00:13:11: Haben wir den Platz und wie ernst oder wie dringendlich oder wie eilig oder wie dramatisch ist der Einzelfall.
00:13:18: Und das gut abzubewegen, das ist eine große Herausforderung.
00:13:21: Das ist wirklich schwierig, weil jeder ist irgendwie anders gelagert.
00:13:24: Und wie kann man die Dramatik jetzt so bewerten, dass man da irgendwie eine Reihenfolge ist, als erstes dran und als nicht als erstes.
00:13:31: Das ist nicht so einfach.
00:13:34: Jedenfalls haben wir das so gemacht, dass wir vorhin im Eingangsbereich so kamen wir darauf.
00:13:37: Es gibt so ein Empfangsbereich quasi, der auch nur, der ist auch noch nicht öffentlich, aber Teilöffentlich, sag ich mal, da sind, da ist.
00:13:43: weiter dürfen wir auch nicht jetzt reingehen, also ich hatte es manchmal gar nicht.
00:13:46: meine Kollegen, natürlich, aber in diesem Dreieingangsbereich macht man dann diese erste Anamnese und schaut, wie ist das?
00:13:53: Und wenn es zu einer Aufnahme kommt, dann machen wir einen Vertrag, ganz formal auch, weil das ja nachher über die Jobcenter abgewickelt wird.
00:14:02: Darf ich da mal ganz kurz einhalten?
00:14:06: Wir haben gerade bei der Podiumsdiskussion von einer Betroffenen erfahren, die eine Selbsthilfegruppe gegründet hat, dass tatsächlich Frauen das... Frauenhaus wieder verlassen müssen, weil sie es finanziell nicht hinbekommen oder das zu zahlen und tatsächlich wieder zurückgehen.
00:14:26: Du sagtest jetzt, dass ihren Vertrag abgeschlossen hat, dass die meisten Leistungsempfänger sind, aber das gilt ja nicht für alle.
00:14:33: Also, wie sind denn die Kosten bei euch?
00:14:37: Was zahlt denn eine Frau mit, ich sage jetzt mal, einem Kind oder zwei pro Nacht?
00:14:44: Eine genaue Zahl müsste ich jetzt nachschauen, aber das sind Preise, die an normalerweise so privat nicht zu wenig sind.
00:14:49: Das ist teuer als Hotel.
00:14:50: dann, also dieser betreuungspreis setze ich aus dem Wohnen schlafen quasi, also die Nutzung sozusagen wie im Hotelzimmer.
00:15:00: Und der andere Teil ist die psychosoziale Beratung durch die vielen Frauen, die da arbeiten und die eben helfen wieder in den normalen Alltag zurückzukommen und bestimmte Stellen und was anzurufen.
00:15:13: beraterische Kompetenz mitbringen, damit sie die Frauen in diesen schwierigen Lebenssituationen unterstützen können.
00:15:19: Und wir haben jetzt mit der Stadt irgendwas ganz grob, so um die drei Hundert Euro, so etwas in der großen Ordnungsterre ist.
00:15:28: Und wir haben diese Fälle, die du gerade geschirrt hast, die sozusagen die Selbstzahl, dann kennen wir die immer, oder wir haben ja oft noch nicht, das kann man noch nicht sagen, im Moment ist das alles Leistungsempfänger, aber es können natürlich jeden Tag jemand kommen, der sagt, ich möchte trotzdem und zahl das selber.
00:15:42: Und dann muss man sich natürlich auch überlegen, ob das auf Dauer geht.
00:15:44: Aber wir versuchen das ein bisschen, das ist ein bisschen finanz-jonglieren, dann, also man, das ist jetzt vielleicht ein bisschen zu detailliert, aber wir machen ja mit dem Vertrag, innerhalb dieses Vertrags mit dem, nicht mit der Stadt selbst, sondern mit dem Amt für Teilhalber und Soziales.
00:16:00: Wir legen Auslastungskoden fest und da kann man so ein bisschen schieben, das sind jetzt nicht hundert Prozent, aber es ist ja auch nicht fünfzehn, aber dazwischen.
00:16:07: Und immer dann... auch mal Verfälle dabei sind, wo wir die einzelne Nacht nicht abrechnen können.
00:16:12: Das werden zum Beispiel, dass man so Selbstzahler sagt, die zahlt sich selbst in dem nicht trotzdem.
00:16:17: Oder wir haben da, wie haben wir das aktuell, eine Schülerin, die ist ja irgendwie gerade mal acht, zehn oder siebzehn, schwerste Gewalterfahrung von zu Hause.
00:16:25: Die kann auch nicht selbst zahlen, die hat nichts und eigentlich selbst zahlen geht nicht und ablehnen wollen sie auch nicht.
00:16:31: Und Leistungsempfängerinnen ist sie auch nicht.
00:16:33: Und für solche Fälle werden wir uns von Profa schaffen, würde ich sagen.
00:16:37: Aber das müssen wir beobachten, wie das jetzt geht.
00:16:39: Dafür sind wir noch zu kurz operativ.
00:16:43: Aber wie funktioniert das dann konkret?
00:16:45: Also die, wenn das Leistungsempfängerinnen sind, von wem bekommen die den Hinweis, dass sie sich an euch wenden können?
00:16:54: Also der Hinweis, der kommt von allen möglichen Richtungen.
00:16:56: Es kommt gar nicht unbedingt von denen.
00:16:58: Dass die Leistungsempfängerinnen das ist erst der zweite, der Schritt dahinter quasi.
00:17:01: Also erst mal ist hier der Notfall da.
00:17:03: Und der kommt aus allen möglichen Richtungen.
00:17:05: Und dann irgendwann stellen wir uns die Frage, ja, das geht aber Ihnen leider nicht umsonst.
00:17:10: Wie machen wir das denn?
00:17:11: Und möglicherweise machen wir den, wenn Sie leistungsanfänger zu diesem Vertrag, damit die über die Schutz sind, aber dann das Geld über den Weg quasi zu uns rückommt.
00:17:18: Und wenn Sie das nicht sind, dann müssen wir uns überlegen, ob und wenn ja, wie lange wir das machen können.
00:17:24: Denn könnte im extremen Fall, gute Sohn, nur auftreten, dass wir jemandem dann auch mal sagen müssen, also es geht jetzt nicht aus finanziellen Gründen.
00:17:31: Habe ich mich jetzt bis jetzt noch nicht erlebt, aber ich habe gesagt, unsere Erfahrungen sind noch zu frisch.
00:17:35: Und ich könnte mir vorstellen, dass wir einen Weg suchen würden, so was möglich zu gehen.
00:17:41: Das kann ich noch nicht genau machen.
00:17:44: Aber das war schon eine schockierende Nachricht, die wir auf der Podiumsdiskussion... Also, dass wirklich die Frau das im Prinzip selber zahlen müssen, wenn sie diese Leistung in Anspruch nehmen.
00:17:56: Gut, und entweder übernimmt das das Jobcenter oder sie sind eben Selbstzahlerinnen.
00:18:00: Ja, genau.
00:18:02: Das müssen ein bisschen die kommenden Monate zeigen.
00:18:10: Bei solchen sozialen Einrichtungen ist es ja immer die früherer später die Geldfrage.
00:18:15: Und wir haben ganz gut das ohne jetzt zu sehr den Einzelhalten zu berichten, aber wir haben mit der Joannita Verbindung eine ganz gute wie soll ich mal sagen, eine ganz gute Rückfallposition, was für die finanzielle Versorgung an Berlin.
00:18:28: Die unterstützen uns sehr stark in der Startphase.
00:18:33: Wir haben das Haus gemietet vor drei, vier Monaten schon und die Mitarbeiterinnen beziehen schon Geld, also sozusagen die Kosten laufen auf Volldampf schon und die Einnahmen sind noch nicht da.
00:18:45: Wir haben auch eine Liquiditätslücke erst mal und für solche Dinge haben wir Gott sei Dank den Ordnen im Hintergrund.
00:18:54: Ihr habt ja sicherlich auch ein Förderverein oder irgendwie sowas in der Art?
00:19:00: Es gibt einen Kuratorium, was natürlich Spenden sammelt, aber insgesamt auch für Öffentlichkeitswirksame Aktivitäten sorgt.
00:19:09: und wir haben erleben, dass im Moment eigentlich seites losgeht.
00:19:14: Unglaublich intensives Feedback zu dem Thema.
00:19:16: Das ist einmal seitdem jetzt eben auch politisch gerade getrieben worden und Orange Day, was alles gerade war, aber insgesamt beobachten wir dann eine ganz hohe Spendenbereitschaft, weil das Thema irgendwie so aktuell ist, dass es irgendwie jeder richtig findet und jeder hat ja so eine eigene Biografie.
00:19:32: Da wird es wahrscheinlich auch rein statistisch sein.
00:19:36: Vielleicht gab es das im langen Familienfeld.
00:19:39: Im beiden Sinne auch mal so oder so ähnlich oder ansatzweise, weiß ich nicht, Spekulation, aber man ist eine hohe Ausmaß an Betroffenheit diesem Thema gegenüber.
00:19:48: Wie lange bleiben die Frauen in der Tendenz in?
00:19:52: Eurem Haus oder überhaupt in Frauenhäusern, kann man dazu was sagen?
00:19:57: Ja, Tenne zählt eher kürzer, also jetzt nicht eine Woche oder sowas, aber wenn man drei Monate so als grobe Orientierung, viel länger, eigentlich nicht in Ausnahmefällen, vielleicht auch nochmal vier, fünf, sechs bis sechs Monate, aber länger, dann eigentlich nicht.
00:20:10: Also Ziel ist, so schnell wie wirklich aus der, die Krise so beherrschbar zu machen, dass man dann auch schnell wieder aus eigener Kraft weitermachen kann.
00:20:19: Der kuriose Reise ist das ja... Vielleicht war das bei der... Rodeumsdiskussion, auch Thema.
00:20:25: Da gibt es ja eine ganz hohe, wie soll ich sagen, viele Frauen gehen da zurück, in die Stelle der Piney-Kunk, sozusagen.
00:20:33: Und die Rückfallkote, wenn man so will, ist da vergleichsweise hoch.
00:20:39: Und klar, es gibt aber auch Fälle geben.
00:20:42: Das wissen wir jetzt noch nicht, aber in anderen Frauenhäusern ist das auch so.
00:20:44: Da kommen die dann wieder.
00:20:47: Und vielleicht auch noch ein drittes Mal wieder.
00:20:48: Da muss man wieder neu überlegen.
00:20:52: Aber eure Mitarbeiterinnen oder die Mitarbeiterin dort in dem Haus, Hannah, haben solche Kompetenz, dass sie eben auch helfen, vielleicht eine neue Wohnung zu finden oder solche Dinge, ne?
00:21:04: Genau.
00:21:04: Also die sind in der Regel beratrisch ausgebildet.
00:21:07: Die können also auch mal richtig persönliches, ein Business leben, wenn man das vielleicht als Coaching bezeichnen würde oder als Betreuung jedenfalls in schwierigen Lebenssituationen.
00:21:16: Und natürlich haben wir die Verbindung rechtliche Beratung, müssen wir ein bisschen aufpassen, aber das gibt so Grundrichtungen, bei welchen Behörden, bei welchen Trägern, kommt man mit welchem Thema am weitesten, also sein Alltagskompetenz in der Frage, wo kriege ich sonstige Unterstützung zu meinen vielfachen Problemen, die die Frauen ja ganz unterschiedlich mitbringen.
00:21:34: Das ist ja so ein Beispiel von der Schülerin vorhin ganz anders, als wenn es jemand ist, der, also wir haben auch jetzt Personen mit Migrationshintergrund, die dann mit vier Kindern kommen und eigentlich... ganz anders, sozusagen mit einer ganz anderen Erwartung, so ein Frauenhaus geht.
00:21:49: Das ist nur ein bisschen derden mich, das normalerweise kurz sagen darf.
00:21:51: Ein Problempunkt an diesem offenen Konzept.
00:21:54: Das hat sich jetzt hier angesprochen in der Stadt.
00:21:57: Und jetzt, wir haben da Leute auch, die da aufkreuzen oder Frauen, die dort aufkreuzen, die schon in vielen anderen Stellen schon betreut sind.
00:22:04: Und ob sie aus der Tücher-Trie kommen, die aus der Kaliaspass-Klinik oder vielleicht eher ein Fall für die Drogenhilfe werden oder für andere, andere Süchte.
00:22:15: Und dann aber die Bedingung, jetzt unser Frauenhaus zu kommen, ist, das Kernthema muss häusliche Gewalt sein, gewaltige Fragen, weil das im Sinne psychisch oder physisch.
00:22:26: Und das ist der erste Aufhänger.
00:22:28: Und dann haben wir jetzt auch schon Fälle gehabt, die haben so ja ein bisschen Gewalt gehabt, spurt zu Hause auch, aber ich möchte ja gerne einziehen.
00:22:33: So, dann ist die Motivfrage nicht die, die wir eigentlich unterstützen wollen, den Einzelfall ausgeblendet.
00:22:39: Aber das ist eigentlich nicht der Sinn, der Sinn ist, das würde ich sagen.
00:22:46: Und diese Frauen würdet ihr dann auch ablehnen, die also sozusagen nicht in dieses Konzept häusliche oder in diese Problemlage häusliche Gewalt hineinfallen?
00:22:57: Das klingt aber jetzt herrter, also wir würden versuchen zu sagen, wo da gibt es andere Ansprechpartner und andere Institutionen und den Gipsadressen oder Kontakte oder man telefoniert und stellt einen Kontakt her.
00:23:07: Und damit die ihr lassen werden würden, ihr würden jetzt nicht sozusagen allein im Regen stehen bleiben.
00:23:12: Aber das würden wir dann, da müssten wir noch mal ein sagen, ja, das ist auch nicht einschaut.
00:23:15: Wir haben Gott sei Dank eine sehr erfahrende Einrichtung so weit dran gewinnen können.
00:23:20: Die Dame hatte hier einige Jahre, die die Landesaufnahmebörde geleitet.
00:23:26: Also sie kommt aus der Flüchtlings- und Asyl-Such in den Welt.
00:23:30: Und die haben natürlich auch, die hat da sehr viel Erfahrung und sie muss auch, das ist auch wichtig.
00:23:33: Also wir haben im Haus auch beispielsweise, dann wird es plötzlich sehr, sehr, sehr strukturiert in so einem Thema auch, weil wir Auch die Kompetenz brauchen, die Mitarbeiterin brauchen die Kompetenz zusammen.
00:23:43: Jetzt sind hier auch Regeln überschritten.
00:23:46: Und wenn die überschritten sind, darf man nicht bleiben.
00:23:48: Da wird es fast irgendwie disciplinärisch, hätte ich was gesagt.
00:23:52: Das ist schon eine schwierige Aufgabe in dieser Ambivalenz, das Problem zu sehen und eigentlich was tun zu wollen.
00:23:58: Aber aus bestimmten Gründen, die jetzt eine Art von Fehlverhalten innerhalb der Einrichtung.
00:24:03: Das geht eben nicht.
00:24:04: Da muss man eine ziemlich klare Ordnung haben.
00:24:08: bis zu vierzig Personen quasi.
00:24:10: Und dann ist das Haus wieder vergleichsweise klein, wenn das alles, denn da über die Flur und so was.
00:24:14: Und manche brauchen so mal allein sein und ihre Ruhe in ihrem Apartment mit oder ohne Kind.
00:24:21: Und andere halten sich halt gerne in so einem, wir haben so einen großen, sehr schönen, küchenartigen Aufenthaltsraum, wo man auch schon Essen bereiten kann, wo man Aufenthalt oder so mal sozial... soziale Kontakte haben kann, wenn man möchte, aber viele möchten nicht.
00:24:35: Das ist unsere Erfahrung.
00:24:36: Die sind lieber alleine.
00:24:37: Es gibt eben auch welche, die bringen dann viele Kinder mit, halbwüchsige.
00:24:43: Und dann ist dann natürlich, dann ist das wie im Kindergarten plötzlich.
00:24:46: Diese Ruhe ist dann für manche gut und für manche nicht so gut.
00:24:49: Also, das sind also Alltagsthemen, die dann alle gemanisch werden müssen.
00:24:53: und dann sind wir halt froh, dass wir eine gute Mannschaft an Bord haben.
00:24:58: Und die sind da, das ist ein sehr breites Verantwortungsfeld.
00:25:03: Das ist wirklich sehr schön, dass du das nochmal erwähnst, weil ich glaube vielen ist gar nicht klar, was noch für Aufgaben
00:25:12: da
00:25:13: anfallen.
00:25:14: Also religiöse Unterschiede, Herkunft, Sprache, also wirklich sehr viele Themen und was du gerade angesprochen hast, das auch, glaube ich, jugendliche Söhne bis achtzehn Jahren
00:25:26: dort.
00:25:27: ja auch bleiben können, könnte ja auch für die einen oder anderen Problem theoretisch sein.
00:25:32: Also du brauchst sehr viel Fachpersonal, um überhaupt dieses breite Spektrum abdecken zu können.
00:25:40: Richtig, genau.
00:25:43: Wir haben diesen Fall jetzt noch nicht gehabt, aber sehen wir sehr wohl, auch wenn Jugendliche, junge Männer, die um die sechzehn sind und um die schon sehr männliche und erwachsen wirken und dann dadurchs Haus laufen.
00:25:53: Das ist natürlich ein... eine potenzielle Abschreckung.
00:25:56: Klar, also jetzt muss ich mit dieser Person konkret nichts zu tun haben, aber wenn ein junglicher Mann irgendwie kräftig und wie es darum läuft in einer Umgebung, wo eigentlich Männer ausdrücklich nicht gewollt sind, ist schwierig.
00:26:07: Ja, klar.
00:26:09: Gibt es eine
00:26:11: Zusammenarbeit mit dem anderen
00:26:13: Frauenhaus?
00:26:15: Du hattest ja gesagt, die haben ein geschlossenes Konzept, Adresse unbekannt.
00:26:21: Gibt es da einen Kontakt?
00:26:22: gibt es wie?
00:26:23: aber noch?
00:26:24: also jetzt nicht operativen geschäft jetzt zur zeit nicht.
00:26:27: also wir haben im vorfeld als es los ginge haben wir es natürlich alle orten auch schlau gemacht und mal gehört wie machen das andere.
00:26:33: und von daher und da gibt es kontakt und die haben auch viele von denen als sie merken das wird hier geht jetzt hier los also die letzten ein zwei wochen vom start.
00:26:45: Wir haben natürlich einen Überlauf alle und sagen, also können wir schon schicken.
00:26:49: und dann wollen die schicken wir aber nicht nur aus einem Startteil hier oder von mir aus, aus was ich hier um die Ecke besser stehe oder in einem kleinen und kleiner Vorort, sondern kommen dann auch welche aus aus dem Rück oder noch weiter weg oder sonst wo.
00:27:04: Und das geht natürlich auch nicht.
00:27:06: Dann sind wir auch eine Oldenburger Einrichtung.
00:27:09: Und wollen natürlich erst mal auch nochmal für die Bürgerinnen hier im großen Umfeld da rein und jetzt nicht das Hausvoll machen mit Leuten, die irgendwo aus Trier oder Süddeutschland oder aus Hessen sonst wo kommen.
00:27:22: Annika ist gar nicht böse gemeint, nichts mit der Person zu tun, aber vom Konzept, das ist wie diese Ablehnungsthematik, die wir vorhin besprochen haben.
00:27:30: Da muss man ein bisschen... Also da sammeln wir Erfahrung.
00:27:34: Mal gucken, ob das so viele Fälle sind, die dann so reinkommen wollen.
00:27:36: Aber klar, der Überlauf ist riesig.
00:27:38: Es werden ja Tausende von Plätzen, die heute schon fehlen.
00:27:43: Und wenn wir dann mal ein paar Jahre in, ich glaube, Anfang der dreißiger, also der zwanzig dreißiger Jahre, soll ja die solche so eine Art Anrecht auf als einen solchen Platz geben.
00:27:53: Da muss noch viel Projektarbeit und viele Borden und Immobilien und viele Häuser gebaut und erstellt und bezahlt werden.
00:28:02: damit das irgendwann mal Realität wird, weil das ist noch ein weiter Weg.
00:28:06: Und vor allen Dingen, und das kommt nochmal auf dein ehrenamtliches Engagement, Menschen, die sich bereit sind, sich einzusetzen und ihre Zeit zu investieren.
00:28:16: Ich fand das super spannend, Ulf, was du berichtet hast.
00:28:19: Und ich finde es wirklich aller Ehren wert, dass der nach so einem ausgefüllten Berufsleben jetzt gleich in die nächste Aufgabe, die sich ja schon sehr zeitintensiv anhört.
00:28:30: Aber gesellschaftlich glaube ich sehr, sehr notwendig und toll, dass du das machst.
00:28:39: So, danke schön.
00:28:41: Das war mir aber auch irgendwie, als ich davon hörte und mich damit beschäftigt habe, dass ich auch festgestellt habe, dass es sich gut lohnt für so etwas.
00:28:49: Man kann ja vieles machen.
00:28:50: Ich habe in meinem Leben viel auch einen Sportverein, einiges an Ehrenamt gemacht, Arbeitsgericht und alles Mögliche.
00:28:58: Und das ist jetzt ein Projekt, wo man sagt, das ist so richtig, also da ist es, glaube ich, das ist so einer der gute, wo ehrenamtliche Arbeit am stärksten wirkt.
00:29:07: Wirkt überall viel und dabei, glaube ich, in solchen Fällen, da ist es wirklich eine gute, investierte Zeit.
00:29:14: Und vor allen Dingen, wenn man das jetzt nochmal guckt, die Kompetenzen, die wir am Anfang aufgezählt haben, die du im Laufe deines Berufslebens erworben hast, sei es Personalführung, sei es Krisenmanagement, Finanzierung und all diese Themen, kommen da natürlich jetzt, also das kann man ja nicht nur einfach machen, weil man sagt, ach, das möchte ich gern, sondern da... Ich glaube, das ist ja deutlich geworden, dass das schon eine große Organisation ist und auch ein großes Budget ist, was es dazu verwalten gibt.
00:29:42: Und dann ist es natürlich besonders toll, wenn jemand, wie du, der sagt, ich kann das auch und ich traue mir das zu, dann auch sagt und ich mache es auch.
00:29:51: Vielen Dank dafür, toll.
00:29:53: Ja, euch.
00:29:53: Die Zeit geht so schnell vorbei, ne?
00:29:55: Das ist schon, ja, eigentlich genau.
00:29:56: Ja, wir haben jetzt noch ein Problem.
00:29:59: Spaß gemacht, euch auch.
00:30:00: Alles Gute.
00:30:01: Viel Erfolg mit eurer ja noch sehr jungen, frischen Einrichtung.
00:30:06: Vielleicht sprechen wir noch mal im Jahr drüber, wie die Erfahrungen sind.
00:30:10: Und vielen Dank erst mal, Ulf.
00:30:13: Danke an euch beide mit dem Untergrund und schönen Tag euch noch zusammen.
00:30:18: Vielen Dank.
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