140. Altersvorsorge ist Frauensache – und zwar im besten Sinne - im Gespräch mit Dr. Jutta Blechschmidt
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Jutta Blechschmidt, Ärztin, langjährige Pharma-Managerin und Mitglied im ZONTA Club München I. Inspiriert durch den ZC Heidelberg Kurpfalz haben die Münchner Zonta Clubs 2015 zusammen mit Caritas und Diakonie einen Fond zur Unterstützung von Frauen in Altersarmut ins Leben gerufen und zeitgleich ihren Fokus vermehrt auf die Prävention weiblicher Altersarmut gelegt.
Jutta erläutert Risikofaktoren für Armut im Alter, wie hohe Teilzeitquoten ab Mitte 30, Familien- und Pflegeauszeiten, Scheidungen und traditionelle Rollenbilder. (Nach wie vor gibt es eine Financial Literacy Gap, also ein Wissensgefälle zwischen Männern und Frauen in finanziellen Fragen.)
Jutta betont, wie wichtig es ist, dass Frauen ihre finanzielle Situation bewusst in den Blick nehmen und sich nicht auf die Ehe als Sicherheit verlassen. Das Projekt vermittelt dieses Wissen über eine Website mit konkreten Tipps (zonta-vorsorge-gegen-altersarmut.de), eine LinkedIn Kampagne (Zonta – Frauen gestalten ihr Leben unabhängig) sowie in Kooperation mit Schulen und dem städtischen Referat für Bildung und Sport München und ganz neu mit der Broschüre „Tabuthema Frauen Armut“, einem Gemeinschaftsprojekt der Zonta Clubs Karlsruhe, Heidelberg und München. Welche Partner sonst noch beteiligt sind und welche konkreten Schritte Frauen heute schon gehen können, erfahrt ihr in dieser Folge.
Transkript anzeigen
00:00:13: Herzlich willkommen zum Zonter Podcast Tietit.
00:00:15: Ich bin Susanne
00:00:17: und ich bin Gute,
00:00:19: in unserem Podcast geht es rund um das Thema von Frauen und Mädchen
00:00:25: und ihr könnt alle zwei Wochen diesen Podcast euch auf allen gängigen Online-Plattformen anhören!
00:00:33: Ja, und heute haben wir Jutta Blechsch mit vom ganz anderen Ende der Republik zu Gast.
00:00:39: Jutta kommt nämlich aus München.
00:00:42: Herzlich willkommen, Jutta, dass du Zeit für uns hast!
00:00:50: Jutta Du bist Ärztin.
00:00:52: Du hast lange in der Pharma-Industrie gearbeitet.
00:00:56: Du bist seit einiger Zeit selbstständig als Gutachterin in der Verkehrsmedizin oder schon ganz lange.
00:01:04: Und ja, mit dir wollen wir heute über das Projekt in München sprechen zum Thema Prävention von Altersarmut.
00:01:14: Aber lass uns doch erst mal einen kleinen Anteil haben – wer bist du eigentlich?
00:01:19: Stell dich doch einfach mal vor Jutta!
00:01:21: Wir freuen uns, dass du da bist.
00:01:24: Ja vielen Dank.
00:01:25: ich freue mich auch, dass ich heute hier sein kann also... Zu meiner Person zu sagen, ich habe ursprünglich mal Medizin studiert.
00:01:35: Also vor einigen Jahren und ich war lange in der Klinik und auch in der Praxis tätig Und irgendwann hatte ich einen Angebot aus der Pharmaindustrie und es klang wahnsinnig interessant.
00:01:51: Ja da bin ich halt in die Pharma Industrie gegangen und da war dann die längste Zeit meines Arbeitslebens.
00:01:58: Jetzt bin ich mittlerweile im Urstand und da ich noch nicht so ganz urstanztauglich mich fühle, arbeite ich jetzt noch selbstständig als Gutachterin.
00:02:10: Und das hat den Vorteil dass sich halt meine Arbeitszeit einteilen kann.
00:02:15: Bei ZONTA bin ich jetzt.
00:02:17: seit hat mir ein ganz interessantes Projekt eingehandelt, über das wir jetzt heute reden wollen.
00:02:29: Ja genau!
00:02:29: Also du bist beim Zonterklub München City gewesen und jetzt bist du glaube ich bei dem Zonters Klub Müncheneins und ihr habt damals glaube ich mit der Caritas ein Projekt initiiert und vielleicht kannst ja mal erzählen wie ging es eigentlich los?
00:02:51: Was war die Intention?
00:02:54: Also, vielleicht möchte ich noch ein Stück zurückgehen.
00:02:58: Ich glaube es war im Jahr zwei tausend sieben oder zweitausend neun, dass der Sonderklub Heidelberg Kurpfalz das Projekt Altersarmut und Frauen angestoßen hat.
00:03:13: Und das kam dann zum Jahr zweitausend fünfzehn zu uns.
00:03:19: Das fanden wir sehr interessant und da haben wir gesagt, also das müssten eigentlich alle vier Clubs zusammen machen.
00:03:25: Wir hatten zu der Zeit vier Clups in München und wir haben das also von Anfang an als gemeinsames Projekt gesehen und hatten dann das Glück dass dieser karitative Teil von einer Stiftung übernommen wurde.
00:03:42: Also wir haben nach wie vor den Kontakt zur Caritas So ähnlich wie bei euch auch in dem Projekt Moetiden, wenn ich das richtig ausspreche.
00:03:52: Ja ganz genau!
00:03:53: Richtig ausgesprochen.
00:03:56: Und wir haben den Kontakt zur Caritas und mittlerweile auch zu Diakonie.
00:04:01: aber die Gelderfliege kommen von einer Stiftung und wir hatten aber von Anfang an gesagt so Wir wollen jetzt nicht nur Frauen und verschuldet in Armut geraten sind im Alter unterstützen, sondern uns ist es eigentlich viel wichtiger etwas zu tun um dieses zukünftig zu verhindern.
00:04:22: Also wir haben uns mit der Frage beschäftigt wie können wir Altersprävention verhindert beziehungsweise welche Ursachen hat die Altersarmut?
00:04:32: Und was können Frauen tun um eben später nicht in Altersamut zu geraten?
00:04:39: Lass uns da direkt mal reingehen, genau.
00:04:43: Du hast es gesagt also unser Projekt Mojethiden ich erzähle das nur kurz für die Hörerinnen und Hörere vielleicht auch aus eurem Umfeld heißt ja schöne Zeiten und wir versuchen tatsächlich Frauen die du sagst ist unverschuldet in Altersarmut gekommen sind schöne Zeiten zu bereiten und sie zu unterstützen.
00:05:05: Aber bei euch liegt der Fokus auf der Prävention.
00:05:09: und lass uns einfach mal gucken, was sind die Risikofaktoren?
00:05:14: Warum geraten Frauen in Altersarmut.
00:05:19: Ja da sind vor allen Dingen zwei Risikophaktoren zu nennen.
00:05:27: Wir haben zurückgegriffen auf die Ergebnisse einer Bertelsmann-Studie Und diese Studie hat ergeben Als Hauptrisikofaktoren eine geringe Ausbildung beziehungsweise ein niedriger Schulabschluss ist, dass Scheidung ein Risikofakteur ist.
00:05:48: Dass Teilzeitarbeit ein großer Risikovektor ist und Auszeiten während der Arbeitszeit.
00:05:57: Und das sind halt Faktorene die Frauen stark betreffen.
00:06:03: also es ist so Auch heute noch, ja gut die Hälfte der Frauen in Teilzeit arbeitet.
00:06:14: Oberhalb eines Alters von fünfunddreißig Jahren sind es sogar sechsundfünfzig Prozent.
00:06:20: Das ist der eine Teil und der zweite Teil ist die Berufswahl.
00:06:25: Also Frauen tendieren eher zu berufen im Dienstleistungssektor, in der Verwaltung also so typische Bürojobs zusätzlich aktuell auch noch von der KI und von den ganzen Entwicklungen daraus bedroht sind, mit einem durchschnittlich niedrigeren Gehalt während Männer häufiger in technischen Berufen im Handwerk oder in der verarbeiteten Industrie tätig sind.
00:06:53: Das haben wir wenn man das so zusammenrechnet.
00:06:57: sowohl die Berufswahl als auch die Teilzeit sind es.
00:07:01: Wir haben ja ein Gender Pay Gap im Augenblick von rund Und davon entfallen zehn absolute Prozentzahlen auf die Berufswahl und auf die Teilzeitarbeit.
00:07:12: Und das sind doch die Punkte, wo wir dann spezifisch einsetzen?
00:07:18: Das sind diese Begriffe um es deutlich zu machen.
00:07:21: Das eine ist der unbereinigte Gender Pay Gap.
00:07:25: also wenn ich nicht die einzelnen Berufe mir anschaue und bereinigt Du hast es gerade gesagt irgendwie fünf oder sechs Prozent, was ja auch bemerkenswert ist.
00:07:37: Aber für uns ist ja jetzt erst mal diese unbereinigte Zahl wichtig denn das bedeutet dass Frauen in der Tendenz einfach deutlich weniger verdienen als die Männer.
00:07:50: Genau.
00:07:52: Und
00:07:54: wo
00:07:54: seht ihr Lösungsansätze?
00:08:01: Zum einen den Frauen bewusst zu machen, dass sie da ein Problem haben.
00:08:07: Also viele Frauen wissen das aber es fällt ihnen schwer ins Handeln zu kommen.
00:08:16: Sie tragen das so mit sich und wissen nicht wo sie anfangen sollen.
00:08:23: Und dann gibt es aber auch Frauen die das gar nicht auf dem Schirm haben.
00:08:30: Es gibt ja das Buch, ein Mann ist keine Altersvorsorge.
00:08:34: Das ist etwas was offensichtlich noch immer stark ausgeprägt ist dass man mit Eintritt in eine Ehe sozusagen die finanziellen Angelegenheiten an den Mann delegiert und sich nicht weiter mit der eigenen finanziellen Situation beschäftigt, sondern ganz auf die Familie konzentriert ist wenn ich das mal so sagen darf.
00:09:00: Und ja was kann man dagegen tun?
00:09:06: Also was ist Ich will mal so sagen, bis zur Familiengründung.
00:09:15: Bis zum ersten Kind verlaufen die Erwerbsbiografien von Frauen und Männer ziemlich ähnlich außer dass gewisse Berufsschwerpunkte sind.
00:09:26: aber sie arbeiten Vollzeit und machen ihre Karriere und es ist also da passiert überhaupt nichts.
00:09:35: Und dann kommen die ersten Kinder reduzierte Zeit an, die Teilzeit an und damit einhergehend halt ein erheblicher Einkommensverlust.
00:09:46: Also da gibt es jetzt auch eine neue Studie das die Einkommen der Einkommenzverluste im vierten Jahr noch immer dreißigtausend Euro pro Jahr ist also dreißzigtausende Euro was die Frauen durchführen.
00:09:59: Viertes Jahr nach Geburt Jutta?
00:10:01: Viertes Jahr nach Geburten.
00:10:03: Ja Wahnsinn!
00:10:05: Vierzehntausend Euro weniger verdienen Das macht sich dann halt hinterher in der Rente bemerkbar, weil die Rente ist ja sozusagen abhängig vom Erwerbseinkommen.
00:10:21: Ich glaube das ist auch bei vielen gar nicht so klar.
00:10:25: Das heißt dass man sich im Laufe seines Lebens Rentenpunkte erwirbt und wenn ich Ein Durchschnittsgehalt habe und jetzt fünfzig Prozent Arbeiter krieg ich halt auch für dieses Jahr oder die folgenden Jahre nur fünfzig prozent Rente.
00:10:43: Das heißt Teilzeitarbeit ist auch Teilrente am Ende des Jahres.
00:10:49: also das wäre so der erste Schritt, dass war so ursprünglich unser Anlegen, tu was und zwar jetzt.
00:10:57: ihr müsst euch jetzt darum kümmern.
00:11:04: Das wäre nämlich jetzt meine Frage und ich glaube Ute zeigt auch, dass sie was fragen will.
00:11:09: Wie kommt ihr an die Frauen?
00:11:11: Und wie kriegt ihr dieses Bewusstsein rüber?
00:11:15: Was tut ihr da konkret?
00:11:17: Also wir haben auf jeden Fall als erstes eine Internetseite, eine Webpage Vorsorge zonter Vorsorge gegen Altersarmut die einzelnen Lebensabschnitte, aber auch die jeweiligen Risikofaktoren auflegt und dann auch Ratschläge gibt.
00:11:43: Was man dagegen tun kann?
00:11:45: Das war so der erste Schritt was wir gemacht haben.
00:11:48: Dann haben wir unsere LinkedIn Kampagne gestartet wo wir also auch versuchen über viel gepostes die Frauen dazu zu animieren da vorzusorgen.
00:12:00: Und was wir jetzt ganz neu begonnen haben, weil wir sagen geh früher das so besser.
00:12:07: Dass wir an die Schulen versuchen an die Schulen heranzukommen.
00:12:12: also wir haben Kontakte zu
00:12:14: Schulen
00:12:16: zum Referat für Bildung und Sport in München und versuchen dort die Sensibilität dafür zu steigern und auch konkrete Vorschläge zu machen, wie man dieses Thema in den Unterricht einsetzen kann.
00:12:30: Einplanen kann?
00:12:34: Ja das ist ganz interessant weil das wäre tatsächlich auch meine Frage gewesen.
00:12:38: ich verfolge euch
00:12:40: auf Linkin
00:12:41: sozusagen oder folge euch nicht fährfolgen.
00:12:44: aber es ist natürlich so die das Thema schon kennen und das Bewusst dass sie sehen sowas.
00:12:50: aber das ist ja natürlich genau der Punkt.
00:12:53: Wie komme ich an die ganzen Frauen ran, denen das nicht bewusst ist?
00:12:56: Die, die das Thema gar nicht irgendwie auf dem Schirm
00:12:59: haben?
00:13:00: und
00:13:01: tatsächlich haben wir dasselbe Thema schon mal diskutiert im Club.
00:13:05: Es ist natürlich auch sehr arbeitsintensiv erstmal... zu gucken, wie komme ich an die Schulen ran?
00:13:12: Wie interessiere ich dann die Schulen dafür, dass sie das auch wirklich in den Unterricht mit einbauen?
00:13:18: oder
00:13:18: gehe ich an eine Fachhochschule oder Universität.
00:13:21: Auch da sind junge Frauen, die man natürlich ansprechen kann ist aber nicht einfach, die tatsächlich wirklich zu erwischen und insofern würde mich das sehr interessieren, wie ihr das in München so auf den Weg gebracht habt.
00:13:36: Also muss ich dazu sagen, sehr viel über Finanztipp gelernt.
00:13:43: Also Finanstip ist eine gemeinnützige Organisation, die sich...die Finanzbildung in Deutschland für alle verbessern wollen, dass ihr Slogan lautet, Finanzen kannst du selber und wir zeigen dir wie es geht.
00:13:57: Wir haben dann auch mit der Redaktion von Finanstip Kontakt aufgenommen und sind über Finansthip zu einer anderen Organisation gekommen.
00:14:07: Das eine gemeinnützige Gesellschaft für Jugendekonomiefortbildung.
00:14:17: Und die machen, die bieten an einen Zukunftstag und da kommen die akquirieren Referenten für die jeweilige Schule und organisieren das für die Schule einen ganzen Tag für Abschlussklassen wo sie in vier Blöcken Grundwissen zum Thema Finanzen bekommen.
00:14:40: Diese Gesellschaft und die ist bundesweit tätig.
00:14:43: Also, die könntet ihr auch Kontakt zu denen aufnehmen.
00:14:46: Die ist wirklich bundesweit tätig!
00:14:49: Und das Schöne ist dass diese Gesellschaft wird von auch von verschiedenen Landesregierungen unterstützt unter anderem von der Stiftung Baden-Württemberg.
00:15:02: Es ist jetzt gerade nicht Bayern aber die haben gesagt also Wir würden euch unterstützen, aber ihr müsstet doch diesen Frauenaspekt mehr hineinbringen.
00:15:12: Also es soll nicht eine Fortbildung für Frauen sein sondern es soll der Frauenaspect halt auch an die Männer ran getragen werden weil sie müssen ja hinterher ihre Frauen dabei unterstützen.
00:15:23: und da die Stiftung gesagt das wäre doch ganz toll wenn ihr diesen also Zonter diesen Frauen Aspekt hineinbringt.
00:15:29: und da hatten wir jetzt ein ganz intensives Gespräch mit dieser gemeinnützigen Gesellschaft Wo wir noch mal gesagt haben, wo ist es uns wichtig?
00:15:43: Dass da am Ende was hängen bleibt.
00:15:45: Weil wenn so ein Zukunftstag ist, das bleibt immer nur ein Bruchteil hängen muss man sagen.
00:15:50: aber was soll als Kernbotschaften hinterher hängen bleiben?
00:15:54: und die haben sich wirklich viele Notizen gemacht und da werden diese Module quasi gemeint beeinflussen in dieser Hinsicht.
00:16:07: Und wir versuchen diesen Zukunftstag vor allen Dingen auch an Berufsschulen zu etablieren, weil wie du sagst das sind Studentinnen und Studenten die sind möglicherweise auch bis Elternhaus schon entsprechend gebrieft obwohl das durchaus nicht für alle gilt.
00:16:29: aber wir wollen halt gerade an diejenigen die eben nicht so aus nicht so begüterten Umgebungen kommen, weil da ist es ja noch wichtiger.
00:16:40: Meinen Hinzug kommt das natürlich die Rente für alle letztendlich nicht ausreichend ist.
00:16:48: Das ist quasi nur ein Baustein für die Altersvorsorge und dass jeder etwas tun muss um hinterher im Alter auskömmlich zu leben.
00:17:00: Vielleicht an der Stelle auch nochmal einen Ja, ein kleiner Einwurf.
00:17:06: Wir haben tatsächlich schon mal einen Podcast gemacht das erinnerte mich gerade dran mit Jana Möckel die nämlich sich die Finanzbotschafterin nennt und ihr Ziel ist es tatsächlich Kompetenz an speziell Frauen oder jüngere Frauen weiterzugeben.
00:17:25: also wie Wo finde ich geförderte Vorsorgeverträge?
00:17:29: Was kann ich in privater Vorsorge machen und so.
00:17:34: Und diese sogenannte Finanzbildung, ich fand einen Begriff den sie damals geprägt hat war die Financial Literacy Gap also nicht nur die Gender Pay Gap sondern das Wissen
00:17:47: um
00:17:47: diese ganzen Themen ist bei Frauen eben auch deutlich geringer ausgeprägt als bei Männern.
00:17:53: Und da setzt ihr ja im Grunde an, vielleicht wäre das auch nochmal ein Kontakt der noch mal hilfreich wäre?
00:18:00: Ja danke, danke auf jeden Fall!
00:18:04: Also genau die Renten bei Frauen... also es halte ich für einen ganz wesentlichen Punkt weil wenn man sich die Statistiken anschaut sind die Rentengedinger bei Frauen und zwar ungefähr geringer, wenn man aber die als zweite Säule die Betriebsrennen nimmt.
00:18:29: Da sind sie noch mal da sind die achtundvierzig Prozent niedriger.
00:18:32: also auch Frauen kümmern sich auch darum weniger und wenn man die private Altersvorsorge nimmt, da ist der Gip sogar über fünfzig Prozent.
00:18:44: Also und deshalb versuchen wir so... Wir versuchen das möglichst einfach zu machen.
00:18:52: Und möglichst konkret, letztendlich also was wir empfehlen ist wenn Frauen... Wir können ja den Frauen nicht vorschreiben wie sie ihr Leben zu gestalten haben aber wir können zeigen da gibt es ein Problem.
00:19:07: und verlass dich nicht auf deinen Mann.
00:19:09: heutzutage werden vierzig Prozent etwa der Ehen geschieden und wende ich das im Alter von fünfzig.
00:19:16: Du hast Teilzeit, es ist ganz schwer wieder im Job Fuß zu fassen und diese du kriegst zwar über den Ausgleich ein Teil der Rente des Mannes aber das je nachdem wie lang man verheiratet ist auch relativ wenig.
00:19:32: Und ja dann musst du vorher was machen und da empfehlen wir dass vorher mit dem Mann gesprochen wird Teilzeit mache, dass aus dem Familieneinkommen ein Sparvertrag für die Frau abgeschlossen wird.
00:19:54: Um diese Lücke zu schließen und idealerweise einen Spar- vertrag auf einen breitgestreuten Aktien ETF oder auf ein Tagesgeldkonto also auf jeden Fall etwas was nicht auf einem Schirokonto verbleibt.
00:20:12: gut wäre es, wenn man dann auch vertraglich ab schon vorher festlegt.
00:20:18: Zum Beispiel in einem Ehevertrag dass man sagt falls eine Scheidung kommt geht das nicht in den Güterausgleich sondern das bleibt... Das ist auf dem Namen der Frau und das behält die Frau in die Ehe zur Ende geht.
00:20:32: also das ist so etwas was wir empfehlen.
00:20:36: jetzt fragst du wie bringt ihr das an die Frau?
00:20:40: Also wir waren sind regelmäßig auf Frauen Karrieremessen.
00:20:47: Und mit dem Thema und das ist auch für Frauen, die im Beruf sind ein großes Thema also ein unheimlich großes Interesse da mehr zu erfahren.
00:21:05: Und ihr habt praktisch in eurem Club... Das setzt ja voraus dass ihr euch selber auch gut auskennt.
00:21:13: Also ihr habt Expertise und könnt diese Vorträge machen, und könnt dann auch mindestens mal an die richtigen Stellen verweisen.
00:21:22: oder wie läuft es?
00:21:25: Das ist wir halten selber keine Vorträge weil wir ja auch keine... Wir sind ja keine Anlageberater obwohl ich eigentlich der Ansicht bin also wir können sehr wohl verweisen Und ich habe mich da wirklich sehr schlau gemacht.
00:21:43: und wenn ich sehe, was Verbraucherschützer, also Verbraucherzentralen oder Stiftung-Warentest-, Finanztest- oder Finanztipps... Sie schauen, welche Ratschläge die geben.
00:22:00: So sind sie eigentlich mehr oder weniger identisch.
00:22:04: Man sagt man muss ... Die Sparrate soll so hoch sein, um hinterher diese Lücke auszugleichen.
00:22:17: Je nach Risiko, Neigung einen bestimmten Prozentsatz in einem breit gestreuten Abziehen ETF und den anderen Prozensatz auf ein Tagesgeldkonto oder später auf ein Festgeldkontor zu legen.
00:22:36: Also man muss ja nichts Konkretes empfehlen.
00:22:39: Und dann verweisen wir auf entsprechende Seiten, wo sich die Leute richtig in Detail schlaumachen können.
00:22:48: Ja tolles Engagement!
00:22:52: Wir können nochmal die Seite nennen, die wirklich toll ist von eurem Club, Sonntag Vorsorge gegen Altersarmut.
00:23:00: Da sind all diese Dinge, die wir gerade so besprochen haben auch nochmal aufgelistet.
00:23:04: Es gibt unheimlich viele Praxisbeispiele weiterführende Links und so etwas.
00:23:12: Ja vielen Dank!
00:23:13: Das ist mal ein bisschen das Präventionsprojekt zu unserem Projekt sozusagen wenn das Kind dann in den Brunnen gefallen ist.
00:23:20: So kann man es eigentlich vielleicht ausdrücken Aber das ist natürlich viel wirksamer, frühzeitiger anzusetzen und am Bewusstsein zu arbeiten.
00:23:33: Und wenn man sich solche Trends anguckt wie die Thread Wives oder so dann zeigt sich ja dass das unheimlich wichtig ist und du hast es vorhin gesagt ein Mann is keine Altersvorsorge.
00:23:45: Das sollte glaube ich in jedem oder in den Kopf jeder jungen Frau und auch Mittelaltenfrau reinkommen, um dann wirklich zu sagen Mensch ich belese mich da oder ich schaue wo ich da Hilfestellung bekommen kann.
00:24:00: Tolles Projekt Jutta!
00:24:03: Ja vielleicht was ich dazu kurz sagen möchte.
00:24:07: Frauen tendieren ja dazu Risikoerwärter zu sein als Männer Und sind dann auch eher scheuen eher davor an die Börse zu gehen.
00:24:19: Was aber Tatsache ist, wenn sie es dann pummen.
00:24:23: Dann sind Sie durchaus erfolgreicher als Männer?
00:24:26: Ja
00:24:27: und das hängt auch wieder mit der Risiko-Aversion zusammen weil sie machen keine so riskanten Sachen sondern sie sind da also eher konservativ und solider.
00:24:40: ich wollte aber noch für euch noch auf eine Broschüre hinweisen.
00:24:44: wir hatten vor ja im letzten Jahr hatten wir ein gemeinsames Hatten einen Workshop mit einer anderen Area aus Baden-Württemberg.
00:24:56: Und da hat der Sonntaglub Karlsruhe eine tolle Broschüre vorgestellt, nämlich Tabuthema Frauenarmut heißt die und er hat uns so gut gefallen dass wir gesagt haben oh dem möchten wir gern verbreiten um das Thema Prävention zu ergänzen ergänzend und daraus ist jetzt so ein richtiger etwas richtig Rundes geworden.
00:25:24: Und wenn ihr Interesse habt, kann ich euch die gerne mal per Mail zuschicken und vielleicht habt ihr auch Lust diese Broschüre zu verwenden?
00:25:36: Ja, zu verwende oder wir werden sie auf jeden Fall in den Show Notes verlinken.
00:25:42: Ich finde das eine ganz tolle Initiative und es wäre toll, wenn andere Clubs sich da anschließend denn all das, was ihr sozusagen rausgefunden recherchiert habt.
00:25:53: Das kann man ja eigentlich weiterverbreiten und in verschiedenen Teilen der Republik in gleicher Weise anwenden.
00:26:04: Ja also herzliche Ermutigung an Clubs
00:26:07: die das
00:26:08: höheren Kontakt mit Jutta aufzunehmen oder aber mit den Münchner Clubs und ein Stück auch voneinander zu lernen auch voneinander zu profitieren.
00:26:21: Vielen Dank, liebe Jutta!
00:26:22: Ja
00:26:23: ich habe zu danken dass sich darüber reden konnte.
00:26:27: also ich beschäftige mich jetzt zehn Jahre mit dem Thema und es ist mir mittlerweile ein richtiges eine richtige Herzensangelegenheit geworden.
00:26:36: ja das merkt man das merke man.
00:26:39: viel Erfolg und wir drücken die Daumen dass du ganz viele gewinnen kannst für dieses wichtige thema.
00:26:47: Vielen Dank dir, bis dann.
00:26:50: Tschüss!
00:26:50: Ciao.
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