142. Umweltbildung im Ökowerk - Dr. Katharina Mohr über Umweltschutz vor der Haustür und praktische Bildungsarbeit

Shownotes

In dieser Folge ist Dr. Katharina Mohr bei uns zu Gast, sie ist Leiterin des Ökowerks Emden, das sich seit 1989 der ökologischen Bildungsarbeit widmet. Als „grüner Lernort“ empfängt das Ökowerk jedes Jahr rund 25.000 Besucherinnen und Besucher, insbesondere Kinder, die auf dem weitläufigen Gelände hinter dem alten Emsdeich Natur mit allen Sinnen erleben können. Umweltbildung, praktische Wissensvermittlung und „Umweltschutz im Kleinen“ stehen dabei im Mittelpunkt.

Katharina blickt auf einen vielseitigen beruflichen Weg zurück: Das Jurastudium war für sie zunächst eher Pflicht als Leidenschaft, echte Freude am Fach entwickelte sie erst im Rahmen ihrer Promotion bei der intensiven Beschäftigung mit Umweltrecht. Dank starker Unterstützung und Vernetzung vor Ort war die IHK letztlich der Türöffner zum Ökowerk, zunächst als ehrenamtliche Tätigkeit geplant, dann aber durch eine Fügung gleich hauptamtlich.

Seit 2020 trägt sie dort finanzielle, organisatorische und personelle Verantwortung – eine Rolle, in die sie nach eigenen Worten erst hineinwachsen musste. Im Gespräch teilt sie wie wichtig es für Frauen ist, sich nicht unter Wert zu verkaufen, die eigenen kommunikativen Stärken zu nutzen und den beruflichen Platz zu finden, der wirklich zu ihnen passt. Nach dieser Folge ist ein Besuch im Ökowerk eine unbedingte Empfehlung von Ute und Susanne.

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00:00:13: Herzlich willkommen zum Zonter Podcast Tietit.

00:00:15: Ich bin Susanne und ich

00:00:16: bin Ute, unseren Podcast könnt ihr alle vierzehn Tage rund um das Thema Frauen und Kinder auf allen gängigen Plattformen online abhören!

00:00:26: Ja und wir freuen uns, dass wir heute Katharina Moa aus unserer Nachbarschaft haben.

00:00:31: Katharina du kommst aus Emden und du bist die Geschäftsführerin des Öko-Werks eine ökologische Bildungsstätte ein riesengroßes Gelände hier bei uns in der Nähe und was es damit auf sich hat?

00:00:45: Und über deinen Werdegang... Wir können ja schon mal ein bisschen spoilern!

00:00:48: Du bist eigentlich Juristin.

00:00:49: da musst du uns mal erklären wie man als JuristIn Geschäftsführerin eines Öko-Werks wird.

00:00:56: Wir freuen uns ganz doll, dass du heute Morgen Zeit für uns hast.

00:00:59: Herzlich willkommen!

00:01:01: Ganz vielen Dank euch für die Einladung in den Podcast.

00:01:05: ich freue mich sehr auf das Gespräch mit euch liebe Susanne und liebe Ute.

00:01:10: Ja, Katharina lass uns mal gucken.

00:01:12: Ich habe gerade schon gesagt du bist eigentlich von deiner Ursprungsausbildung Juristin aber ich glaube nicht mit so ganz viel Leidenschaft sondern hast deine Talente erst zu einem weiteren Werdegang entdeckt.

00:01:26: Erzähl uns doch ein bisschen was über deinen Werdegang?

00:01:31: Ich habe Jura studiert obwohl ich eigentlich Journalisten werden wollte.

00:01:38: Ich habe in Hamburg Abitur gemacht und hab ein Praktikum bei der Hamburger Morgenpost gemacht.

00:01:46: Und da haben mir alle jüngeren und älteren Journalisten gesagt, also bevor du Journalismus machst studier am besten erstmal etwas!

00:01:57: Wir sind nicht so recht viele Fächer eingefallen.

00:01:59: mein Vater ist Anwalt gewesen und wir haben natürlich immer auch über Das Thema viel gesprochen und dann habe ich es einfach gewählt.

00:02:09: Aber wie ganz oft übrigens bei Juristen haben jetzt nicht so die Leidenschaftsentscheidung, sondern ein bisschen... Ja man kann's ja mal versuchen damit.

00:02:22: Da mir war es das Gegenteil!

00:02:24: Mein Vater ist auch Jurist und ich hab gedacht, dass mache ich gleich mal gar nicht.

00:02:31: Was hast du für Erfahrungen gemacht?

00:02:32: Also mein Vater hat sehr viel gearbeitet.

00:02:36: Der ist morgens um sieben aus dem Haus gegangen und um neunzehn Uhr wiedergekommen, hat auch jeden Samstag gearbeitet.

00:02:41: Und unser Familienleben war davon sehr stark geprägt.

00:02:45: Das Studium muss ich sagen fand ich auch wirklich so zäh.

00:02:50: Ich habe mich da so durchgequält und wollte dann danach auch mit Jura nichts mehr zu tun haben bin wieder in den Journalismus gegangen hab bei der Welt am Sonntag in Berlin angefangen weil ich da jemanden kannte, der mich da so reingeschleust hat ohne jetzt Vertrag.

00:03:04: Man nennt das dann so feste Freie.

00:03:06: Klingt immer ganz cool und habe da einfach angefangen für die Welt am Sonntag Redaktion zu schreiben.

00:03:14: Und ich wusste aber – und das weißt du natürlich auch wenn dein Vater auch Jurist gewesen ist – dass man mit dem ersten Staatsexamen in Deutschland nicht so wahnsinnig viel anfangen kann.

00:03:25: Nach zwei Jahren hab' ich mir gesagt okay, ich muss es noch durchziehen!

00:03:27: Ich muss noch das Referendariat

00:03:29: machen.".

00:03:30: Und das war dann letztlich aber mein Glück, weil ich da den Schwerpunkt Umwelt- und Verwaltungsrecht gewählt habe oder Verwaltungstrecht.

00:03:38: Und dann auch über ein Praktikum bei einer Kanzlei in Potsdam in diese Umweltsrechtsschiene reingekommen bin.

00:03:46: Das Thema hat mich gepackt, hat mich interessiert.

00:03:49: War das erste Mal in meiner juristischen Ausbildung dass sich dachte ja, das ist wirklich ein Thema für das ich mich auch begeistern kann.

00:03:57: Und diese Kanzlei, bei der ich gearbeitet habe, hat mir dann auch nahegelegt zu promovieren.

00:04:02: Hat mir da auch sehr viel geholfen ein Doktorvater zu finden und das war halt im Umweltrecht.

00:04:07: Also da war thematisch schon mal die Schiene so ein bisschen vorgezeichnet.

00:04:13: Also umweltschutz?

00:04:17: Was begeistert dich an diesem Thema?

00:04:20: Wir werden es ja gleich noch sehen.

00:04:21: was du jetzt machst ist umweltschafts im Kleinen und ganz konkreten.

00:04:27: Was ist es, was dich an diesem Thema packt?

00:04:33: Ich

00:04:33: finde oder fand es interessant wie sich unsere Gesellschaft eigentlich dahin entwickelt hat, Regularien zu entwickeln für den Umgang mit der Umwelt.

00:04:44: Das gab's schon recht früh das wissen viele gar nicht so dass man angefangen hat Gewerbebetriebe sozusagen zu regulieren.

00:04:52: also was dürfen die so eigentlich in die Umwelt ausstoßen?

00:04:56: das war erst mal nur Gewerberecht Und in den Siebzigerjahren ist dieses, was wir heute unter Umweltrecht verstehen.

00:05:03: Also bundesumweltrechtliche Gesetze sind entwickelt worden die dann schon sehr konkret auch geregelt haben welche Schutzmechanismen eben vorgenommen werden müssen insbesondere von der Industrie damit Wasser Luft und Boden nicht zu stark verunreinigt werden.

00:05:22: In dieser Kanzlei in der ich gearbeitet habe Wirtschaftsunternehmen vertreten, sehr viel Tiermast.

00:05:29: Also gerade diejenigen, die nun sagen wir mal auch eine schwierige Rolle in dem Thema haben weil ja sehr viele Emissionen aus der Tierhaltung in die Umwelt gelangen.

00:05:43: und ich habe glaube ich da auch schon gemerkt dass sich das nicht immer einfach fand diese Seite zu vertreden Dass ich irgendwie dachte, also die andere Seite wäre für mich ein Herz und mein Gefühl schöner.

00:06:01: Nichtsdestotrotz bin ich dann auch erst mal in diesem Kanzlei-Ramen geblieben.

00:06:08: Auch später in Frankfurt haben wir Infrastrukturprojekte begleitet, die eigentlich immer viel Auswirkungen auf Menschen aber auch die Umwelt haben.

00:06:20: Und erst bei der IHK-Dachorganisation, also DIHK heißt die heute.

00:06:28: Bin ich in Beruhigung gekommen mit Projekten wo es darum ging Unternehmen nahezulegen was sie eigentlich machen können damit sie die Umwelt mehr schützen.

00:06:36: und das hat da habe ich echt Feuer gefangen muss sich sagen.

00:06:39: Also das fand ich richtig gut!

00:06:42: Ich glaube da hast du auch so ein bisschen nochmal deine Stärken entdeckt.

00:06:46: Juristerei ist ja so sehr

00:06:49: Ja,

00:06:50: weiß ich nicht.

00:06:51: Detail orientiert und so weiter.

00:06:52: Und du hast aber glaube ich gesagt, dieses Netzwerken, Projekte leiten, Fäden zusammenhalten schreiben?

00:07:01: Hast du uns vorhin ja schon berichtet dass das eigentlich die Dinge sind, die du gut kannst?

00:07:06: Ich glaube da warst du bei der IHK oder erst D-IHK Schließlich bei der IHK in Emden irgendwie ganz gut aufgehoben und da konnten da eine Talente ganz gut zur Wirkung kommen, oder zur Entfaltung.

00:07:21: Genau so war das.

00:07:24: Die D-IHK Berlin ist sozusagen ein Player in diesem politischen Geschäft.

00:07:29: Man hat sehr viel mit den Ministerien zu tun, mit Wirtschaftsverbänden, mit der Industrie... Menschen, die Unternehmen vertreten.

00:07:41: Und mir hat das Spaß gebracht erst mal die juristische Sprache zu übersetzen so dass, dass jeder Mann versteht der sich auch nicht unbedingt mit den Gesetzen mit dem Gesetzes Texten die ja wirklich immer also nicht einfach zu verstehen sind beschäftigen möchte.

00:07:55: Das war unsere Aufgabe da.

00:07:58: und das Netzwerken das überlegen wie können wir denn Menschen eigentlich begeistern für dieses Thema?

00:08:04: Das hat mir eben gut gefallen.

00:08:06: und zu unseren Aufgaben.

00:08:07: Wir waren ja alles Referenten, relativ jung gehörte auch Veranstaltung zu organisieren also Menschen dann auch einzuladen so was alles auf die Beine zu stellen und da habe ich gemerkt Ich bin eben viel mehr Generalist als Spezialist der sich jetzt wirklich in den letzten zum letzten Komma bis zum letzten Satz bis zur letzten Auslegung wie man das in der Juristerei machen muss jetzt mit einem rechtlichen Problem beschäftigen, gut beschäftigen kann und möchte.

00:08:38: Ja dann bist du glaube ich deines Mannes wegen hier Richtung Ostfriesland gekommen wenn ich das richtig verstanden habe?

00:08:44: Und das war vielleicht so der Weg am Ende zu dem worüber wir gerne sprechen wollen.

00:08:50: Du hast gesagt du bist Geschäftsführerin des Öko-Werks.

00:08:54: Ich glaube jetzt durch was wir gerade besprochen haben ist schon so klar, dass das eigentlich eine schöne Konsequenz deines Lebenswegs jetzt ist oder wo du Dinge vielleicht gut zusammenbringen kannst.

00:09:06: Nämlich einmal dieses Interesse für Umweltschutz aber auch das Netzwerk und Projekte machen Menschen begeistern.

00:09:14: Aber ich glaube jetzt müssen wir erst mal erzählen was ist eigentlich das Ökowerk?

00:09:18: Das Ökowerk ist ein Umweltbildungszentrum in Emden, aber es ist nicht nur für Emden sondern auch für ganz Ostriesland gegründet worden und hat von Anfang an das Ziel verfolgt, insbesondere Kinder für die Beschäftigung mit der Natur zu begeistern.

00:09:36: Ende der achtziger Jahre ist es durch eine glückliche Fügung entstanden weil mehrere auch damals junge Menschen nach Empten gekommen sind, die mit dem Umweltbereich im weitesten zu tun hatten Und aus anderen Bereichen Deutschlands das schon kannten dass es Aktivitäten in dieser Richtung gibt, dass es auch Organisationen gibt die Kinder und Menschen jeden Alters die Natur näher bringen wollten.

00:10:02: Und es gab hier ein brachliegendes Gelände von einem Klärwerk mit dem die Stadt nichts vor hatte und da hat eben insbesondere einen Mann der heute noch unser Vorstandsvorsitzender ist, die Idee gehabt wir gründen hier ja ein Umweltbildungszentrum für Kinder Und das machen wir ja bis heute.

00:10:21: Also, bis heute ist unsere Kernkompetenz und auch unsere Aufgabe als gemeinnützige Stiftung, um das ganze Jahr über mit Kindern in Berührung zu kommen.

00:10:29: zum Thema Naturschutz.

00:10:31: Wir haben es aber auch noch ein bisschen ausgeweitet.

00:10:33: Wir machen auch sehr viel zum Thema Energie.

00:10:35: Wo kommt unsere Energie her?

00:10:36: Wie können wir sparen?

00:10:38: Wie verwenden wir sie auch in unserem Alltag?

00:10:43: Das treibt uns eben jetzt seit fast vierzig Jahren an... Das ist so unser Hauptziel und Hauptsweck.

00:10:51: Ich finde, wenn du das so erzählst dann stellt man sich gar nicht vor was das für ein riesiges und beeindruckendes Gelände ist.

00:10:59: Und ihr habt also ich war selber schon mehrfach da.

00:11:02: Ihr habt ja irrefile Apfelsorten da.

00:11:07: Also das weiß gar nicht viel.

00:11:10: wie groß dieses Gelände ist, aber das ist irgendwie nicht ein kleiner Garten oder so was man sich jetzt vielleicht so vorstellt nachdem du das so bescheiden erzählst.

00:11:18: Sondern dass es wirklich ein riesiges Gelände auf dem man sehr viele Dinge erleben kann.

00:11:25: Vielleicht können wir das noch mal so ein bisschen anfassbarer machen weil's wirklich so toll ist?

00:11:32: Es ist so toll und Das war es auch, was mich damals so angezogen hat an dieser Organisation.

00:11:38: Das ist heute ein Gelände von knapp siebzig Tausend Quadratmetern, also sieben Hektar und das ist über die Jahrzehnte gewachsen.

00:11:47: Und ich finde am Ökowerk sieht man auch besonders schön, was entstehen kann wenn viele Menschen mit guten Ideen die Freiheit haben etwas zu gestalten Obwohl die Mittel nicht reichlich waren, sagen wir mal so.

00:12:02: Also angefangen hat es eben wirklich nur in diesem kleinen Vorgarten, sag ich jetzt mal vor dem alten Klärwerk.

00:12:09: und mit diesem Engagement und dieser Schwung und dieser Bereitschaft so viel zu tun, hat sich auch die Stadt Empen über die Jahre und Jahrzehnte überzeugen lassen.

00:12:19: Das ist keine Eintagsfliege sondern das ist etwas wofür es sich lohnt dass wir das auch unterstützen.

00:12:26: Und so sind dann einmal ungefähr thirty-fünfentausend Quadratmeter und dann nochmal ungefähr die gleiche Größe hinzugekommen an Ackerflächen, die verpachtet waren.

00:12:37: Und dann eben von der Stadt an die Stiftung Ökowerkämpten, die wir heute sind geschenkt worden sind.

00:12:44: Ich finde das immer so schwierig, das verbal zu beschreiben.

00:12:47: Du kennst es ja selbst!

00:12:49: Es ist so ein besonderes abwechslungsreiches Naturnah ist aber trotzdem auch gepflegtes Gelände, auf dem wir ja versuchen ganz viele verschiedene Lebensräume am Ende trotzdem immer noch klein.

00:13:07: Gelände zu zeigen.

00:13:10: Und genau dieser Apfelgarten ist eben auch wirklich was ganz Besonderes mit mehreren hundert verschiedenen Apfelsorten, der ist jetzt vierzehn Jahre alt.

00:13:19: aber auch in den anderen Bereichen lässt sich eben so viel verschiedenes entdecken von kleinen Wäldchen über eben ganz verschiedenen Beten, aber auch Bereiche die wir einfach verwildern lassen sozusagen und schauen was kommt da eigentlich hoch hier in unserer Region im Nordwesten Deutschlands?

00:13:36: Und für die Kinder ist, glaube ich das besonders schön.

00:13:40: Wir haben es ja auch so ein Gelände Relief gestaltet.

00:13:43: Es ist nicht ganz platt, es gibt Hügel und man kann sich verstecken.

00:13:48: Es gibt einen Labyrinth und es gibt eben so viel zu entdecken und zu machen.

00:13:53: Es hat so ein Zauber finde ich.

00:13:56: Ich finde es immer noch.

00:13:57: Obwohl ich jetzt seit fast sechs Jahren jeden Tag da bin, denke ich immer noch wenn ich dahin komme... Und wenn es vielleicht das Engagement war, was da auch von vielen Menschen auf sehr persönliche Art und Weise reingesteckt worden ist.

00:14:11: Was davon auch zurückstrahlt mal ganz abgesehen davon dass die Natur selbst ja auch einfach etwas mit uns macht also eine positive Wirkung auf uns hat.

00:14:23: Da habe ich mal eine Frage zu weil du sagst ihr seid jetzt ne Stiftung aber das ganze muss ja auch mal irgendwie angefangen haben wahrscheinlich nur Ehrenamtlich, nehme ich mal an.

00:14:34: Wie finanziert ihr euch?

00:14:39: Du hast Recht!

00:14:40: Es hat mal angefangen ganz klein.

00:14:42: es wurde von der Stadt so ein bisschen unterstützt mit damals hieß das Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, ABM-Maßnahmen und dann haben sich erst einmal ehrenamtliche zusammengefunden.

00:14:52: Vierneunzig ist ein Verein gegründet worden, dann mit Mitgliedern und Mitgliedsbeiträgen.

00:14:57: aber das hat auch nicht gereicht um dass Interesse, was dann wirklich auch kamen von Schulen und Kindergärten finanziell auf die Beine stellen zu können oder erfüllen zu können.

00:15:09: Und als die Stiftung gegründet worden ist, das war in dem Jahr zwei Tausend Acht, hat die Stadt einen freiwilligen Zuschuss zugesagt.

00:15:16: Der lag damals glaube ich bei Hundertsechzigtausend Euro.

00:15:20: Damals war das Ökowerk... Ich kann dir jetzt nicht ganz genau sagen wie viele, aber es waren deutlich unter zehn Stellen, zwar irgendwie bei irgendwas zwischen zwei und sechs.

00:15:30: Menschen und das hat aber auch nicht gereicht, für dass wir es dann gewachsen ist.

00:15:36: Und heute ist der Status gut, dass wir im Grunde vier Säulen der Finanzierung haben.

00:15:40: Wir haben immer noch einen Zuschuss in der Stadt Emden, der mittlerweile auch ein Viertel unseres Haushalts abdeckt.

00:15:48: Dann haben wir natürlich die Umweltbildung mit der wir pro Kopf ja einen kleinen bescheinen Betrag, dennoch auch einen Betrag erhalten.

00:15:58: Wir machen mittlerweile sehr große Förderprojekte, also von der EU sozusagen als größter Fördermittelgeber bis hin zur Stadt Empen aber auch mit dem Land und mit dem Bund.

00:16:09: Und wir haben einen Spender- und Sponsorenkreis aufgebaut, der auch kontinuierlich wächst.

00:16:16: Also das sind so die Hauptsäulen.

00:16:19: Aber es ist immer ein wirklicher Kampf und wir können auch nie sicher sein nächstes Jahr läuft es auch so Und übernächstes Jahr wissen wir es erst recht noch nicht.

00:16:33: Es ist ein Dauerbrenner, das Thema Finanzierung sowie bei auch wahrscheinlich fast allen kulturellen Einrichtungen hier jedenfalls in unserer Region denn wir haben ja jetzt sagen wir mal nicht einen Mitzenatentum hier zur Verfügung wie es vielleicht entsteht wie Frankfurt wo ich einmal gearbeitet habe München Hamburg oder so der Fall ist.

00:16:54: Aber ihr habt euch glaube ich ganz gut vernetzt, wenn ich so sehe.

00:16:57: Es gibt irgendwie ein Fest der Service Clubs wo dann die Einnahmen zu euren Gunsten gehen oder so.

00:17:04: oder ich sehe auch immer wieder dass die Rotaria euch unterstützen und das finde ich ist toll!

00:17:10: Das es auch eine Kraft in dieser Region Netzwerke zu bilden sich gegenseitig zu unterstützen.

00:17:16: wir haben ja auch so eine Überlegung Damen von Mojitin, unserem Projekt gegen Altersarmut einmal eure Bildungsstätte erleben lassen und dann vielleicht irgendwie einen schönen Nachmittag da gestalten können.

00:17:32: Insofern ist das einfach sehr schön diese Kooperationen und die gegenseitige Unterstützung zum Wohl des Ökowerks aber letztendlich auch zur Vernetzung all dieser Aktivitäten in der Region.

00:17:47: Vielleicht können wir auch noch mal ein paar Zahlen sagen, du hast gerade gesagt wie viele Mitarbeiter es sind.

00:17:54: Weiß ich nicht ist das ungefähr zehn oder sind das inzwischen sogar mehr?

00:17:58: Inzwischen sind wir einundzwanzig.

00:18:01: Oh Wahnsinn!

00:18:02: Ja davon sind zwei freiwilliges ökologisches Jahrstellen also immer zwei junge Leute und wir haben pro Jahr ungefähr Vier und ein halb tausend Kontakte zu Kindern haben im gesamten Sommer in jeder Woche ab Ostern bis zu den Osterferien drei bis vier Schulen oder Kindergärten auf dem Gelände.

00:18:27: Also dann jeweils wir können höchstens so zwei bis drei Klassen auf einmal bedienen, mehr schaffen wir nicht!

00:18:33: Und im Winter sind wir in den Emder-Schulen mit einem Programm das heißt Energiesparen an Schulen und da sind wir viermal, damit die Kinder auch das was wir vermitteln wollen nicht nur sozusagen als einmal Dosis erhalten sondern dass ist so ein aufeinander aufbauendes Programm.

00:18:56: Was auch von der zweiten bis zur vierten mittlerweile sogar bis zur sechsten Klasse reicht.

00:19:01: Ansonsten haben wir ja diese großen Fester.

00:19:05: du hast schon gesagt wir haben ein tolles neues Test im Übrigen.

00:19:08: Wir haben es jetzt zum zweiten mal im letzten Jahr gemacht einen Weinfest mit ganz großartiger Unterstützung von fast hundert Ehrenamtlichen aus den ostrisischen Service Clubs auf die Beine gestellt.

00:19:21: Da hatten wir beim ersten Fest, ich glaube über dreitausend Gäste.

00:19:24: letztes Jahr war es weniger, es war ein bisschen frisch und das haben sich viele Veranstaltungen hier Konkurrenz gemacht.

00:19:30: Da waren wir glaube ich thousand fünfhundert.

00:19:33: aber ansonsten haben wir eben unsere großen Feste zum Saisonbeginn übrigens immer am letzten Sonntag im April und immer am selten Sonntags im September und da haben wir bis zu also an beiden Festen zusammen bis zu zehntausend Gäste auf dem Gelände.

00:19:47: Wir nehmen nur sonntags Eintritt.

00:19:49: deswegen wissen wir nicht unsere kompletten Jahreszahlen Aber wir gehen davon aus, dass wir mit allen Festen zusammen an die zwanzigtausend Menschen jedes Jahr auf dem Gelände haben.

00:19:59: Und das ist schon eine ganze große Menge für so ne Institution wie unsere von der wir auch wissen, dass immer noch nicht alle in Ostfriesland zum Beispiel.

00:20:07: Sie kennen noch nicht mal in Emden.

00:20:11: Finde ich auch nochmal ganz spannend, dass ihr sagt, dass es absolut kostenfrei ist anscheinend von Montags bis Samstags.

00:20:19: oder gibt es einen Ruhetag?

00:20:22: Und gibt es einen Grund, warum ihr nicht zumindest ein Kleinbeitrag nehmt?

00:20:28: Als ich ins Öko-Werke kamen bin gab es gar keinen Eintritt.

00:20:34: Der Gedanke war ein guter.

00:20:36: Wir sind ja in einem Stadtteil im Ampenborsum der nicht zu den bestbegüteten Impen zählt und das Ansinnen im Ökowerk war immer die Schwelle uns zu besuchen soll möglichst niedrig sein.

00:20:51: Als ich gekommen bin, haben Kinder zwischen zwei und vier Euro auch pro Kopf für so einen Vormittag bei uns bezahlt.

00:20:59: Und ich habe relativ schnell gedacht.

00:21:02: also ganz ohne hierherzukommen zu diesen Festen da stellen wir ja selbst viel auf die Beine laden viele Standpartner ein finde ich nicht gut weil ich glaube auch, dass eine Bereitschaft da ist uns zu würdigen und zu schätzen.

00:21:17: Und auch einen kleinen Obolus zu bezahlen was auch jeder kann!

00:21:20: Wir haben dann mit zwei Euro angefangen.

00:21:22: Jetzt sind wir bei drei Euro.

00:21:26: Ich glaube wir dürfen noch ein bisschen höher gehen.

00:21:29: Wir reden aber auch viel darüber das wir nicht ein Park werden wollen der dann irgendwie zwölf, fünfzehn oder achtzehn Euro Eintritt kostet.

00:21:37: Ich weiß, dass sowas hier in der Region auch funktioniert für ein bestimmtes Publikum dann.

00:21:43: Aber wir wollen weiter die Möglichkeit bieten wirklich jeder älteren alleinstehenden Dame in unserer Nachbarschaft oder auch Nachbarn den Zugang zum Gelände zu ermöglichen.

00:21:58: mehr sozusagen freiwillige Kassenkästen aufstellen, weil wir denken das auch wenn man unter der Woche kommt.

00:22:05: Also Spendenkästen haben wir auch schon dass die Allermeisten geben auch gerne was.

00:22:12: Aber wir haben zum Beispiel einen Kindergarten mit auf dem Gelände, der nicht von uns betrieben wird Und dann haben wir so praktische Themen gehabt, wie machen wir das denn dann?

00:22:21: Wenn wir jetzt am Anfang irgendwie Eintritt verlangen und dann muss jede Mama oder jedes Kind da irgendwie morgens mit einem Chip durchzwängen.

00:22:30: Das fanden wir nicht so günstig.

00:22:32: Aber es ist ein Thema was uns immer beschäftigt und wo wir immer überlegen, wo können wir hin, wo wollen wir hin?

00:22:39: Wo müssen wir auch hin?

00:22:40: Denn wir müssen ja darüber nachdenken, was passiert wenn jetzt unsere Kommune die im Moment in ziemlich großen finanziellen Schwierigkeiten ist das vielleicht nicht mehr immer so wird leisten können.

00:22:52: und klar dann müssen wir auch mehr noch viel mehr über solche Dinge nachdenkt.

00:22:56: Aber was Susanne eben gesagt hat also dieser Unterstützerkreis zum Beispiel jetzt Rotari-Emmen schon ganz lange dabei oder auch Lions Club-Emmen oder andere Clubs Das ist schon wie auf jeden Fall ein großes Fund.

00:23:11: und was ich auch verstärkt gemacht habe, Ich bin auf Menschen einfach zugegangen.

00:23:16: Also ganz alleine geben auch einige wenige aber wenn man fragt geben ganz viele viele viele mehr Und das müssen und tun wir auch betreiben wir halt viel viel stärker in den letzten Jahren.

00:23:34: Das ist interessant, das ist auch so unsere Erfahrung nicht.

00:23:37: Also es fällt uns ja manchmal schwer um Hilfe zu bitten also privat wie als Organisation aber eigentlich freuen sich Menschen wenn sie helfen können so denn das Produkt was die da unterstützen irgendwie auch ihnen sinnvoll erscheinen und dass es natürlich bei euch unbedingt

00:23:54: Ja.

00:23:55: ich habe

00:23:55: noch eine ganz banale Frage Wenn ihr so viele Apfelbäume habt Was macht ihr dann mit den ganzen Äpfel?

00:24:03: Wir ernten die und wir machen daraus Apfelsaft.

00:24:07: Das ist ein einmaliger Saft, den gibt es so noch einmal in Deutschland weil der nämlich aus unseren ganzen verschiedenen Sorten gemischt wird.

00:24:15: Und war übrigens auch eine geniale Idee meines Vorgängers.

00:24:19: Der Tefstang, der war sechzehn Jahre Geschäftsführer und hat eine Mosterei, nennen wir das immer gekauft, eine mobile in Baden-Württemberg?

00:24:27: Das ist im Grunde könnt ihr euch vorstellen wie ein Anhänger, einen Lkw-Anhängern kleiner Und da steht eine Saftpresse drauf und wir haben zwei Mitarbeiter, die auch schon ganz lange bei uns sind.

00:24:37: Die wurden da eingewiesen und eingeführt.

00:24:39: das ist nicht so ganz trivial.

00:24:42: Ist jetzt sich einfach oben die Äffel rein stecken und unten kommt der Saft raus.

00:24:45: Das muss auch auf eine bestimmte Art und Weise gereinigt werden und auch jedes Mal nach der Benutzung, nach dem Acht-Stunden-Tag.

00:24:52: Aber das ist ein so köstlicher Saft geworden und er ist so beliebt in Empten und darüber hinaus und immer bei unserem Früchtefest verkaufen wir den in so drei Liter Paketen die auch seit Jahren schon gleich aussehen.

00:25:06: Und da verkaufen an einem Tag sechshundert dieser Pakete In der Corona-Pandemie dieses Fest nicht veranstalten konnten.

00:25:18: Ein Partner in Empten gefunden, einen integrativen Betrieb, der uns die Hälfte mittlerweile abnimmt und die in Flaschen füllen lässt – in Aurich.

00:25:29: Und das wird dann hier in Restaurants auch von der Stadt Empte, von der Hochschule und von einigen Supermärkten verkauft.

00:25:36: Emder Saft heißt ja!

00:25:38: Und genau, wie du sagst.

00:25:40: Also wir könnten keine Äpfel verkaufen denn zum Äpfeln verkaufen braucht man Lagermöglichkeiten.

00:25:46: Die Äpfels müssen dann bei einer bestimmten Temperatur und Raumbedingungen klimatischen Bedingungen gelagert werden.

00:25:51: das können wir nicht leider Denn die Äffel sind wirklich auch so unterschiedlich, wie man sie eben im Supermarkt

00:25:59: nie

00:26:00: kennenlernt.

00:26:01: Nicht bekommt weil diese Handelsäpfel ja eine bestimmte, wisst ihr selber?

00:26:05: Wie die alle aussehen im Supermarkt und auch noch eine bestimmten Haltbarkeit und alles Mögliche aufweisen müssen.

00:26:12: aber es gibt auch Supermärkte in unserer Region, die recht viele Sorten anbieten.

00:26:17: da freuen wir uns immer drüber.

00:26:18: Aber das sind ja wirkliche Apfelspezialitäten, die man auch gar nicht kennt Und sind als Konsumenten ja irgendwie auch immer recht, also jetzt nicht sehr viel dimensionale unterwegs und kaufen eben erst mal in erster Linie das was wir auch kennen.

00:26:35: Aber wenn ihr zum Beispiel zum Früchte festkommt Ende September dann könnt ihr ganz viele Sorten probieren die ihr bestimmt noch nie kennengelernt habt.

00:26:43: Auch die Namen sind sehr klangvoll.

00:26:46: Das macht einfach richtig Freude.

00:26:48: Es ist für Kinder aber auch für Erwachsene So ein ganz ansprechender Naturraum.

00:26:57: Also wir haben vernommen, es wäre noch Luft nach oben also so eine Lagerkühl-Lagerhalle oder nehme ich mal an dass das irgendwie gekühlt sein muss und dunkel sein muss um Äpfel zu lagern wäre für euch noch eine Bereicherung.

00:27:14: Ich glaube, es wäre sicherlich toll wenn wir Partner hätten die das vielleicht mal ausprobieren wollten.

00:27:20: Also wir können das auf dem eigenen Gelände nicht realisieren aber Es wäre wirklich eine Apfelspezialitäten.

00:27:29: Handlung könnte man aufbauen Wenn man ein Publikum dafür findet was dann auch bereit ist das zu bezahlen.

00:27:36: Wir ernten das ja auch alles von Hand.

00:27:38: Na wir haben nicht die Erntemaschine die ihr vielleicht kennt aus einem alten Land oder sowas die dann so die Bäume abrütteln und ja wer weiß, also das ist eine tolle Idee.

00:27:50: Aber auch der Saft geht eben wirklich richtig gut und es ist ja auch sehr lange haltbar, der ist so vakuumiert und zu einer bestimmten Temperatur erhitzt dass du den im Grunde viele Monate, sehr viele Monate bis zu ein bis zwei Jahren wenn du ihn nicht öffnest aufbewahren kannst.

00:28:08: Ja vielleicht noch mal einen ganz Sonntag, wir kümmern uns ja um die Belange von Frauen und Mädchen.

00:28:14: Und ich glaube auch dieses Thema liegt dir persönlich sehr am Herzen.

00:28:18: Wir haben vorhin schon mal so ein bisschen gesagt einen Stück Mut machen den eigenen Weg, den eigenen beruflichen Weg zu finden, die eigenen Stärken zu entdecken und sie einzusetzen.

00:28:31: Ich merke mit wie viel Freude du das tust was du tust.

00:28:36: Das ist wahrscheinlich deswegen weil du genau deine Talente da einsetzen kannst.

00:28:41: Du hast uns geschrieben, dass du eigentlich in der Vergangenheit nur positive Erfahrungen gemacht hast.

00:28:46: Selbst im juristischen Bereich mit männlichen Vorgesetzten und das auch so dein Ehemann offen ist für eine berufstätige Frau die viel unterwegs ist usw.

00:29:01: Und vielleicht kannst du da noch mal ein bisschen was dazu sagen.

00:29:04: zu dem Thema?

00:29:07: Ich nehme es jetzt so wahr.

00:29:09: Ich bin jetzt fünfzig Jahre, dass ich da sehr viel Glück gehabt habe.

00:29:14: Manchmal sind das ja auch Zufälle.

00:29:16: auf wen trifft man da so?

00:29:18: Ich weiß zum Beispiel, dass durch meinen Doktorvater der war an der Uni Frankfurt oder sowas von bestärkt gefühlt hab ... Der hatte ja nun ganz viele promovierende junge Juristinnen wie Juristen und er hat eine Sprache gefunden Sie schaffen das und sie machen das.

00:29:39: Und machen sie weiter, geben sie Gas!

00:29:41: Das war immer so positiv.

00:29:43: Das hat mir so gut getan weil ich mich durch diese auch ehrlich gesagt nicht besonders tollen Noten zum Beispiel im ersten Staatsexamen demotiviert gefühlt habe und dachte kann ich das denn überhaupt?

00:29:55: So hab' ich immer.

00:29:56: also auch im DIHK hatten wir ein Superchef, wir waren ein gemischtes Team Auch hier in der IHKN Empten mit Jan Amitzberg.

00:30:06: Ich habe da so viel positive Bestärkung immer bekommen und das war für mich wichtig, weil ich mir viele Sachen einfach nicht so zugetraut hab.

00:30:17: Ich dachte häufig, ich bin nicht gut genug dafür oder... Und zum Beispiel Jorah hab ich einfach nicht begriffen und da dachte, wie kann das sein?

00:30:28: Und womit kann ich mich denn jetzt irgendwie so präsentieren.

00:30:33: War ganz viele Jahre meines auch Erwachsenenlebens da echt sehr unsicher.

00:30:37: Das hat mir geholfen.

00:30:40: Genau!

00:30:41: Ich bin ja hierher gezogen und mein Mann hat das Unternehmen seiner Mutter übernommen was aus ihrer Familie kommt und sie hat unheimlich lange Alleine als Geschäftsführerin das geführt und ich habe ja am Anfang hier gar nichts gemacht.

00:31:01: Ich war Mama eines kleinen Kindes, ich war ein Jahr alt und hab aber damit gehadert!

00:31:10: brauchte etwas für meinen Kopf und ich habe dann am Anfang noch vom DHK in Berlin eine Aufgabe angeboten bekommen, so Katharina willst du noch weiter was für uns tun.

00:31:20: Und das bedeutete zum Beispiel dass ich ganz oft nach Berlin fahren musste.

00:31:23: unser Sohn war da einen drei Viertel.

00:31:27: Und da hat meine Schwiegarmutter zum Beispiel, die war ja dann aus dem Beruf raus, mir sowas von unter die Arme gegriffen.

00:31:34: Die hat hier wirklich nachmittagsweise, tageweise unseren Sohn übernommen.

00:31:40: und mein unser Sohn ist sehr früh in eine der ersten Krippen in Ämpen gegangen.

00:31:45: das war in Ämmen ne kleine Sensation dass hier einjährige oder anderthalbjährige in den Krippel gegangen sind.

00:31:53: Und so habe ich, glaube ich an vielen Punkten einfach Glück gehabt.

00:31:58: Dass ich da so Unterstützerinnen und Unterstützer gehabt hab die mir einfach sehr geholfen haben.

00:32:05: Das Öko-Werkangebot das ist ja oder mein Schritt dahin das ist wirklich auch wie aus dem heiteren Himmel gekommen.

00:32:12: Ich muss auch ganz ehrlich sagen dass sich dann nicht so viel drüber nachgedacht hat.

00:32:15: Wie kriegen wir es eigentlich hin?

00:32:17: Ich fand das einfach so attraktiv und ich bin da einfach reingesprungen.

00:32:22: Und dann haben wir über die Jahre das hinbekommen, aber das weiß auch jeder der... Also wenn beide vollberufstätig sind, das ist echt eine reine logistische Organisationsaufgabe.

00:32:35: Da haben wir eben ja über Familie also unsere beiden Omas haben geholfen, aber auch haben wir uns hier Hilfe gesucht, das eben geschafft.

00:32:46: Das geht, glaube ich auch nicht anders.

00:32:52: Es ist eine Frage des Denkens und der Haltung.

00:32:57: Also es ist natürlich nicht einfach aber ich finde diese Geschichte so ganz interessant dass deine Schwiegermutter selber ein Unternehmen geführt hat und damit wahrscheinlich bei deinem Mann

00:33:08: auch

00:33:09: ein bestimmtes Rollenbild herrscht, dass das dann irgendwie möglich macht.

00:33:14: Und das finde ich ist so eine mutmachende Geschichte trotz aller logistischer sicherlich Herausforderungen aber das ist am Ende mit dem wollen und mit dem Zutrauen beginnt und dass man es dann auch schaffen kann.

00:33:29: Das finde

00:33:29: ich eine

00:33:30: schöne Geschichte die ich gerne nochmal wollte, dass du sie teilst.

00:33:34: Ja das isso!

00:33:35: Ich bin dankbar dafür.

00:33:37: bis heute.

00:33:39: Ich empfinde es jetzt nicht so, dass ich in Ostfriesland irgendwie anders behandelt werde.

00:33:45: Ich könnte mir aber vorstellen, dass das vielleicht in den Achtzigern oder Neunzigern noch nicht so war und man da auch als Frau ganz schön eine Bandage anlegen musste um das zu

00:33:55: schaffen.".

00:33:58: Ich glaube, du hast uns dieses Ökowerk sehr sympathisch und schön nagebracht.

00:34:04: Und ich würde alle ermutigen sich das mal anzusehen an einem Sonntag!

00:34:11: oder aber auch an einem Wochentag.

00:34:13: Das ist wirklich ein Erlebnis und wirklich ein ganz, ganz schöner Tag den man dann bei euch verbringen kann!

00:34:21: Vielen Dank dass du Zeit für uns hattest Katarina und weiterhin ganz viel Erfolg insbesondere für die Weiterentwicklung, aber vor allen Dingen auch für die Finanzierung dieses tollen Projekts.

00:34:32: Ganz vielen Dank liebe Susanne, liebe Ute für die Einladung und das Gespräch.

00:34:37: Am liebsten würde ich das jetzt gerne noch mit euch fortsetzen.

00:34:40: hast du Tee?

00:34:42: Aber das machen wir nochmal bei einer anderen Gelegenheit.

00:34:45: Ganz sicher!

00:34:45: Das machen wir!

00:34:47: Vielen Dank!

00:34:48: Gerne, bis bald!

00:34:50: Tschüss.

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