144. Demokratie ist eine Haltung – Dr. Debbie Stoll über Kommunikation, Vielfalt und Verantwortung in einer demokratisch

Shownotes

In dieser Folge ist Dr. Debbie Stoll zu Gast. Die promovierte Sprachwissenschaftlerin, Coachin und Kommunikationstrainerin wuchs während der Apartheid in Südafrika auf und bringt dadurch eine besondere Perspektive auf Demokratie, Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Wandel mit. Sie erzählt uns wie ihre Kindheit durch sechs Mütter geprägt wurde und was es mit dem Bleistifttest auf sich hat.

Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Demokratieworkshops für junge Menschen. Dabei erlebt sie immer wieder, wie engagiert, reflektiert und verantwortungsbewusst die nächste Generation ist. Diese Begegnungen geben ihr Zuversicht und zeigen, welches Potenzial in unserer Gesellschaft steckt.

Voraussetzung für eine lebendige Demokratie sind verbundene Autonomie und respektvolle Kommunikation – gerade dann, wenn Meinungen auseinandergehen. Jede und jeder von uns trägt Verantwortung für ein respektvolles und demokratisches Miteinander.

Transkript anzeigen

00:00:13: Herzlich willkommen zum Zäunter-Podcast Thetit.

00:00:15: Ich bin Susanne

00:00:17: und ich bin Ute, und unseren Podcast rund um Frauen und Mädchen könnt ihr regelmäßig auf

00:00:23: allen

00:00:23: gängigen Plattformen hören!

00:00:26: Ja und heute haben wir einen Gast, auf den ich mich ganz besonders freue – und ich glaube Ute auch.

00:00:32: Wir haben nämlich Debbie Stoll zu Gast und das haben wir schon vor Monaten terminiert.

00:00:37: Also die Vorfreude ist gewachsen, Debbie!

00:00:40: Wir haben dich auf der District-Konferenz in Osnabrück zum Thema Peace and Democracy gehört Und du hast uns sehr beeindruckt mit deiner Kindheit in Südafrika während der Appartheit.

00:00:53: Du machst viele, viele tolle Sachen unter anderem Demokratieworkshops Du bist promovierte Literaturwissenschaftlerin, zertifizierte Coaching.

00:01:05: Also wir werden sicherlich ein sehr interessantes Gespräch haben der wie herzlich willkommen!

00:01:11: Vielen Dank und vielen Dank für die Einladung.

00:01:14: ich freue mich so sehr mit euch über das Thema zu sprechen weil es mir wirklich sehr am Herzen liegt.

00:01:23: Ja, Debbie.

00:01:24: Ich habe wirklich deinen Vortrag in Osnabrück noch ins so guter Erinnerung, weil er mich persönlich sehr berührt hat.

00:01:31: Du hast erzählt über deine Kindheit in Südafrika – wir müssen vielleicht nochmal erzählen – du bist im Jahr zwei Tausendzwei nach Deutschland gekommen und bist davor in Südafrika aufgewachsen.

00:01:44: Und ich finde das insofern so bedeutsam, weil du im Apartheid-Regime aufgewachsene bist Und ich erinnere mich an eine Geschichte, die drehte sich um deine Nanny.

00:01:55: Ich krieg sie nicht mehr genau zusammen aber ich glaube du kannst sie bestimmt noch mal erzählen.

00:01:59: Lass uns damit doch mal starten.

00:02:01: wie war das eine Kindheit in Südafrika zu erleben?

00:02:07: Ja und Susanne genauer gesagt die Kinder in Apartheid südafrica weil wir haben jetzt natürlich eine neue Südaafrika die seit vielundneunzig ein Demokratie ist und meine Kindheit war geprägt von Erfahrungen der Rassentrennung.

00:02:28: Und ich sage immer, ich hatte sechs Mutter meiner eigenen biologischen Mama und fünf Frauen, die mich nach und nach kurz gezogen haben weil sie im Apartheid Südafrika sehr wenig Möglichkeiten hatten, für andere Jobs als um aus Putzfrauen und Kindermädchen zu arbeiten.

00:02:55: Alle fünf diese Frauen würden damals im Rahmen des AparTheids Systems als schwarz eingestuft.

00:03:05: Man muss sich vorstellen das System hat vier Kategorien an Menschen geschafft.

00:03:12: Sogenannte weißen, so genannte farbigen, sogenannte orientaler und sogenannte schwarze.

00:03:21: Und ich hatte fünf Schwarzemutter neben meiner eigenen Mama mit denen ich ganz enge Beziehungen aufgebaut haben trotz dieser brutal rassistische Systeme.

00:03:34: Zu dieser Kategorisierung das finde ich schon an sich so spannend Und ich habe mir was gemerkt, dass es inzwischen ein halbes Jahr her.

00:03:42: Aber du hast gesagt wie man unterscheiden konnte und ich erinnere mich, dass du irgendwie etwas gesagt hast.

00:03:48: Ein Stift bleibt in den Haaren hängen oder sowas?

00:03:51: Vielleicht kannst Du das nochmal erzählen!

00:03:53: Genau.

00:03:54: also ist Gott die Möglichkeit wenn man zum Beispiel aus farbig so genannte farbige Person eingestuft wird Dass man sich aus weiß einstufen lassen konnte weil das bedeutet hat, dass man mehr Rechten und Möglichkeiten im Land hatte.

00:04:14: Und es gab das sogenannte Bleistift-Test.

00:04:19: Das heißt, man hat Personen ein Bleistif im Haar gesteckt und sie mussten den Kopf nach vorne buegen und wenn diese Bleistifts rausgefallen ist, hatte man eine Chance gehabt Gemeinsam mit anderen Faktoren, die dann betrachtet würden.

00:04:40: Aber um dann aus Weiß eingestuft zu werden und es tatsächlich in Familien passiert dass manche Mitglieder aus weiß eingestuffed würde und manche aus farbig Und das hat auch in einem Fall wovon wir wissen in Südafrika zum Selbstmord eines Jungen gefühlt weil er der Einzige war, der aus Farbig eingestuft war und der schreine Geschwister.

00:05:13: Das System war verrückt!

00:05:16: Aber das finde ich so interessant, ne?

00:05:19: Das ist wirklich eine Anekto-Gute oder eine Begebenheit die du vor einem halben Jahr erzählt hast aber ich fand sie so unfassbar dass ich sie mir offensichtlich gemerkt habe Und etwas Zweites, was ich mir gemerkt habe.

00:05:33: Vielleicht kannst du über diese sechs Mütter noch so ein bisschen erzählen?

00:05:37: Denn bei mir ist so hängen geblieben dass du so einen sehr warmherzigen Kontakt mit ihnen hattest und ich glaube... Ich weiß nicht, du kannst mich korrigieren aber als Kind auch gar nicht verstehen konntest warum müssen sie in bestimmten Räumen schlafen und dürfen dich da schlaven wo du schlaffen darfst und sowas.

00:05:57: Also Kinder, die mit einer ganz anderen Haltung daran gehen.

00:06:02: Vielleicht magst du das noch mal erzählen?

00:06:05: Sehr gerne ich.

00:06:06: Ich würde dir gerne zwei Geschichten erzählen und die erste Geschichte ist mit Selina geschehen.

00:06:13: Selina war der erste Frau, die auf mich aufgepasst

00:06:18: hat

00:06:20: und ich habe sie überall geliebt.

00:06:24: Selena war ein Debele, das ist eine Gruppe in Südafrika die manchmal traditionelle Kleidung tragen und das bedeutet dass sie so perlbestückte Ringe um ihre Hals- und um ihre Beine getragen haben.

00:06:41: Und als Mädchen fand ich diese Körperschmuck fantastisch!

00:06:46: Und Selina musste in einem Zimmer auf unsere Grünstück schlafen.

00:06:51: Sie dürfte überhaupt nicht bei uns im Haus schlafern und sie mussten abends zwischen neun bis morgens um sechs, durfte sie überhaupt nicht auf die Straße gehen.

00:07:05: das heißt sie dürfte nur draußen sein von sechs Uhr morgens bis neun Uhr abends Die Arbeitszeit sozusagen und der Rest der Zeit musste sie weg sein.

00:07:20: Man wollte in die Apartmentsysteme keine schwarze Bezone entweichseln gegen auf die Straße haben abends.

00:07:27: Und Selinas Zimmer war mein Seifspeis, so wird man es heute nennen.

00:07:34: Mein eigener Mama war sehr streng.

00:07:37: das ist nicht ungewöhnlichen autoritäre Systeme dass Kinder sehr streng mit einem relativ harte Disziplin, großgezogen werden.

00:07:48: Und ich habe mich manchmal in Selina's Zimmer versteckt und ihr Bett war sehr hochgestellt weil Selina hat an die Tokoloshi geglaubt und die Tokolochi ist ein kleiner Mainline da nachts kommt und dir die Seele aus dem Leib stählt.

00:08:09: Und damit das nicht passiert, muss man seit Bett sehr hochstellen.

00:08:13: Und Selina's Bett war auf Farbeimer die mit Sand gefüllt war gestärkt und ich habe dann häufig in meiner biologischen Mama sehr streng war.

00:08:26: Bin nach Selinas Zimmer gerannt, hab ein Stuhl genommen und ich stuh ans Bett gezogen und bin dann auf diesem Stuhn gekletet.

00:08:37: Da habe ich aus Kind zu dieser Vorstellung gehabt, weder meine Mutter noch die Tokoloshi findet mich.

00:08:46: Und als Kind habe ich diese politische Geschichte eigentlich... Ich habe nicht darüber nachgedacht aus Kind.

00:08:56: Ich wusste nur es ist nicht gerne gesehen dass sich Selena ein Kuss geben oder sie... Sie umarmt, dass das nicht gerne gesehen ist.

00:09:07: Aber ich kann nicht sagen, dass sich aus Kinderswidrig durchdruhmen haben.

00:09:12: Abends gibt es zum zweiten Geschichte.

00:09:16: Als ich dann fünfzehn war, also eine Adolesenz-Wahl habe ich dieses System eigentlich verstanden und verstanden was hier los war.

00:09:29: Und in dieser Zeit arbeitete eine Frau bei uns, die mich geprägt hat wie kaum jemanden in meinem Leben.

00:09:39: Und Emma war ein alleinerziehender Mutter von vier Kindern.

00:09:46: Sie wollte nicht auf dem Grundstück wohnen sie wollte sich selbst um ihre Kinder kümmern und das bedeutet dass Emma jeden Tag um fünf Uhr morgens den Bus nehmen musste um um acht Uhr morgens bei uns zu Hause zu sein und dass sie mittags wieder den Bus um vier genommen hat, um abends um sieben bei ihre Kinder zu sein.

00:10:14: Und sie war ein unglaublich würdevoller stille in sich zurückgezogene Frau die einen Wahnsinnskraft ausgestaunt hat.

00:10:26: Und in den Apartitesjahren war es so, bei vielen Menschen zu Hause das die sogenannte Schwarze Mitarbeiter oder Arbeiterinnen nicht aus ihren Geschirr der weißen Leute essen und trinken durften.

00:10:43: Das war auch bei uns zuhause so.

00:10:45: Das heißt Emma hat ihre eigene Teller und ihre eigene Becher gehabt und er stand unter die Waschbecken getrennt von unserer Geschirre.

00:10:55: Und ich komme zurück von der Schule und war, wie gesagt politisch bewegt.

00:11:02: Ich wollte gerne so meine politische Haltung zu Ausdrück bringen und ich habe immer dann Kaffee und ein Brötchen gemacht aber ich habe es nicht in ihr Taylor gemacht und auch nicht in Ihr Becher.

00:11:16: Ich habe eine von unseren Teller und Becher genommen Und ich werde diese Tag nie vergessen.

00:11:22: Ich habe immer dieses Kaffee um das Brötchen genommen und sie hat mich angeschaut, sie ist drücken in die Küche und sie haben dann das Brödchen auf ihre eigene Teller gelegt und auch den Kaffees rüber gegossen an ihrer eigenen Tasse und gesagt, ich verstehe was du machen möchtest aber mir wird jede Entscheidung abgenommen.

00:11:49: Bitte überlass diese Entscheidung mehr.

00:11:53: Und das war nicht mein... bis heute geht es aus, wie ich diese Geschichte erzähle.

00:11:58: Das habe mich unheimlich geprägt etwas über Freiheit und Würde und Selbstbestimmung zu verstehen.

00:12:06: Das ist tatsächlich die Geschichte, die ich meinte und auch die... also du siehst, du warst da wirksam.

00:12:12: Ich habe es mir über all die Monate gemerkt und das hat sich mir sehr eingeprägt und ich finde es interessant dass diese Erlebnisse wovon wir jetzt nur zwei drei erzählt haben, dass die dich bis heute offensichtlich auch so prägen.

00:12:29: denn Ich habe oder wir haben gelesen, dass du in Schulen Demokratie Workshops anbietest.

00:12:37: Das Demokratie und ich finde vor dem was du gerade erzählt hast das ist dir ein großes Herzensanliegen.

00:12:45: und bevor wir darüber sprechen vielleicht noch du bist Coach Du hilfst den Unternehmen eben auch zum Beispiel Fremdsprache am Arbeitsplatz zu vermitteln und ich fand das interessant, dass ich auch über dich gelesen habe, dass du schon mit vier Jahren deinen Puppen Fremdsprachen beibringen wolltest.

00:13:07: Mit mehr oder minder Erfolg oder so.

00:13:12: Also da ist offensichtlich sind die Wurzeln schon früh gelegt aber ich glaube für uns jetzt mal dieses Thema Demokratie Gerade weil es einfach gut auch nochmal in Folge der District-Konferenz passt, da war ja so eine Kernerkenntnis.

00:13:28: Der Einsatz für Demokratie ist so wichtig und letztendlich ist auch der Einsatz für Frauenrechte ein Einsatz für die Demokratie.

00:13:37: Vielleicht magst du den Ball einfach mal aufnehmen dieses Demokratiethema?

00:13:42: Absolut!

00:13:43: Und vor mich bevor Demokratie ein politisches System ist... Es ist Demokratie eine Lebenshaltung.

00:13:52: Und das

00:13:53: ist eine Haltung, mir schraubst und anderen Menschen gingen über.

00:13:59: Und es ist einer Haltung in der ich wahrlich Gleichheit leben und wahrlich Menschenwürde schützen und feiern.

00:14:12: Und dazu passen da natürlich Frauenrechte die Tatsache, dass das Mädchen und Frauen würdevolle sichere Leben führen sollen können wo sie sich auch entfalten können.

00:14:30: Im Rahmen von SOMTA ist das Frauenthema mir sehr wichtig weil wir haben da noch ein großer Weg vor uns in der Welt und gleichzeitig im Rahmen des Demokratie-Tiermas geht es mir um die Menschenwürde von allen Menschen, unabhängig davon zu welchen Gruppen sie gehören.

00:14:56: Es ist mir so wichtig weil ich gesehen habe was ein System mit Menschen macht das nicht die Menschenwirte respektieren.

00:15:09: und es macht etwas mehr Täter.

00:15:18: Und deshalb sehe ich mich ein für eine andere Ort

00:15:22: leben.".

00:15:24: Wenn ich da nochmal einhaken darf, wenn wir jetzt noch mal das Beispiel mit Emma nehmen dann hast du ja als Heranwachsende in diesem kleinen Rahmen versucht dieses System zu durchbrechen und zu sagen Ich gebe Emma meine Tasse meinen Teller was ja schon fast was biblisches hat.

00:15:44: War das nicht möglich, das System zu durchbrechen?

00:15:48: Mich interessiert

00:15:50: wie

00:15:52: wenn du in Schulen gehst.

00:15:54: Wie erlebst du junge Menschen, wie sie auf dieses Thema gucken?

00:15:58: und wie können Sie diese Haltung von der du sprichst.

00:16:02: Demokratie ist eine Haltung!

00:16:04: Wie können sie die

00:16:05: erlernen?!

00:16:08: Ich muss sagen jedes Mal, wenn ich aus einem Workshop Eine Schule, wo ich unterwegs bin gehen denke ich habe sehr viel Hoffnung für Deutschland.

00:16:21: Und die Frage ist nicht wie man die SchülerInnen etwas über Demokratie beibringen kann?

00:16:28: Die Frage is' Wie wir von den SchullerInnen ladenen können!

00:16:33: Wie man Demokratie lebt.

00:16:36: Also ich erlebe junge Generationen, auf jeden Fall die Personen, die zu den Workshops kommen.

00:16:41: Und das ist mir sehr wichtig an diesem Punkt zu erwähnen.

00:16:45: Die Workshobs basiert absolut auf Freiwilligkeit.

00:16:50: Das heißt diese Workshop sind in ihrer Gesamtkonzept demokratisch.

00:16:55: Sie werden kein Schüler entaufgebordet und aus dieser Grund haben wir natürlich fast immer Personen, Und was ich von jungen Menschen lerne, ist eine absolut unbegrenzte Akzeptanz von Menschen.

00:17:15: Unabhängig von welcher Vorurteile es da draußen geben könnte und wie sie sich auch voneinander in die Workshops einsetzen, weil wir in den Workshop-Skirts um das geht über das Erleben demokratische Prinzipien aber antidemokratische Prinzipien zu erfahren.

00:17:39: Und für alle meine Übungen, wo wir die antidemokratischen Prinzipien leben bin ich immer tief beeindruckt davon wie Schülerinnen dann vor einander eintreten und sagen so nicht Auf einem Punkt gebracht, die Frage zu sagen wie können wir es jungen Leute beibringen?

00:18:01: Ich glaube da absolut an das Erleben.

00:18:05: Weil wenn wir es erleben was es heißt demokratisch unterwegs zu sein oder was es heisst undemokratisch unterwegs to sein sagt unsere Instinkt uns welchen Form Lebensbejahnt ist und welche Form nicht.

00:18:23: Ich würde da mal ganz gern kurz einhaken, weil du sprichst da eigentlich von einer Demokratiekompetenz.

00:18:31: Genau!

00:18:33: Gibt es für dich so Punkte wo du sagst das ist für mich ganz klar eine das beinhaltet Demokratiekompetenz?

00:18:41: Also gibt's da so'n paar Schlagwörter die du sagen kannst dass muss da sein außer jetzt.

00:18:47: Respekt

00:18:48: zum Beispiel oder Ich glaube auch zuhören ist, glaube ich, ganz wichtig.

00:18:54: Also auch zu hören können!

00:18:57: Ja... Ich würde es auf drei Aspekte runterbrechen und die erste ist eine psychologische Haltung oder geistig-emissionale Haltung, die ich verbundene Autonomie nenne.

00:19:15: Und verbundener Autonomie bedeutet, ich kenne meine eigene Bedürfnisse und ich respektiere sie.

00:19:23: Und ich kenne aber auch meine eigene Ressourcen, das was in mir liegt und das was mir außerhalb zu Verfügung steht.

00:19:31: Ich bin in der Lage meine Bedürfnisse über meinen Ressorten zu bedienen.

00:19:39: Das ist die Autonomie-Part Die verbundene Autonomied-Part oder die Verbundene Part ist, ich verstehe dass es andere Menschen genau so geht.

00:19:50: Die haben Bedürfnisse und die haben einen Anspruch auf Ressourcen.

00:19:54: Und das ist für mich, die erste Säule zu verstehen.

00:19:58: was uns lebendig macht dass uns aus Menschen im grünen Leben vor Antreiben sind unsere Bedürflisse und unsere Fähigkeiten sie zu bedienen.

00:20:11: Versuchen wir, Menschen die großmögliche Enfaltungspotenzia auch zu geben und die Ressourcen so fair wie möglich zu verteilen.

00:20:21: Also das ist der erste Konzept.

00:20:23: Die zweite Konzept ist mehr auf die praktische Ebene.

00:20:27: Ich muss verstehen Wie ich Demokratie am Alltag durch Handlungen gestalten Zum Beispiel für Einsmitgliedschaft Das ist eine typische Form von demokratisches Tun oder dass ich mich über ernst zu nehmende Medien informiere, über die politische Entwicklungen im Land.

00:20:52: Oder das ich wählen will und so weiter.

00:20:55: also das heißt die Möglichkeiten der Partizipationen, die uns zur Verfügung stehen und ein

00:21:03: Wertschätzung

00:21:04: diese Möglichkeiten, dass wir sie auch benutzen.

00:21:08: Demokratie ist nicht gegeben, wir müssen es jeden Tag

00:21:12: erarbeiten.

00:21:14: Genau und die dritte Aspekt ist, Demokratie funktioniert nicht ohne respektvolle Kommunikation.

00:21:22: Demokratie is Gewalt keine Handlungsoption.

00:21:27: das heißt ich kann meine Willen Nur durchsetzen dadurch, dass sich ein respektvoller Dialog mit anderen regieren.

00:21:37: Und das sind die drei Hauptaspekte dieser Workshops, die wir mit den Schülerinnen oder ich mit den Schulerinnen einüben sozusagen und mit denen gemeinsam entdecken!

00:21:48: Wir haben immer die tollste Ideen was man noch machen kann um diese drei Kompetenz in diesen drei Aspekten Leben zu verleihen an eine Demokratie.

00:22:00: finde das sehr, sehr anfassbar und sehr griffig wie du das erzählt hast.

00:22:05: Und ich glaube du hast in Osnabrück auch noch so paar Grundregeln formuliert die mir auch gefallen haben.

00:22:13: eine war glaub ich so etwas wie beobachten aber nicht urteilen.

00:22:20: vielleicht können wir da auch nochmal dass man das noch ein bisschen praktischer nochmal sagt was so deine Gedanken dazu sind.

00:22:29: Wenn ich jetzt diese Punkt beobachte und nicht etwas Beurteile nehmen sollte, das passt zu dieser erste Säule der verbundene Autonomie.

00:22:40: Menschen lernen in ihrer soziale Umfeld ihre Bedürfnisse auf eine bestimmte Art und Weise zu bedienen.

00:22:50: Und es kann sein dass die Art und Weise auf die ein Beschonensmacht für mich nicht angenehm ist, dass ich es problematisch finde.

00:23:01: Und mit diesen Beobachten und Nicht-Beurteilen ist damit gemeint, dass sich verstehe, dahinter steckt ein System das duttiv menschlich ist auch wenn ich die Art und Weise wie jemand seinen Bedürfnis bedient, nicht toffe.

00:23:17: Ich gebe einem Beispiel, wo.

00:23:19: alle haben Ein Bedürfnis an Freude und Spaß im Leben.

00:23:24: Es gehört zu Menschen dazu.

00:23:27: Manche Leute erfüllen diese Bedürfeness da, über das sie extrem laute Musik hören.

00:23:33: Ich gehöre

00:23:34: nicht mit dieser Gruppe!

00:23:36: Ich gehöhre die Gruppe, die gerne stille um mich herum haben Um da innerliche Freude zu erleben.

00:23:43: Aber ich kann in dem Moment wo jemand Musik als extrem laut spielt Kann ich Abstand nehmen und sagen Moment mal, diese Mensch möchte mich nicht ärgern oder plagen.

00:23:56: Das ist nur seine Ort und Weise Freude zu erleben!

00:24:01: Und vielleicht finden wir durch das spekfuelle Dialog eine Möglichkeit miteinander.

00:24:08: Aber ich glaube da hast du was ganz Wichtiges gesagt.

00:24:10: und wenn jeder sich mal selber überprüft wie schnell wir dabei sind Dinge zu beurteilen, die anders sind als das wie wir es selber sehen.

00:24:21: Und wenn alleine man darauf verzichtet oder sich dabei erwischt zu sagen Moment jetzt bin ich sofort im Urteil und vielleicht nehme ich's erst mal nur so wahr dass die laute Musik auch berechtigt sein kann nur vielleicht nicht für mich

00:24:37: genau.

00:24:38: Ich habe noch zu deinem dritten, zu deiner dritten Säule.

00:24:42: Habe ich nochmal eine Frage und zwar mit dem respektvollen Kommunikation.

00:24:50: Die Streitkultur hat sich ja extrem verändert.

00:24:54: Also ein oder Diskussionskultur sagen wir es mal so.

00:24:58: die Diskussion also jemanden in Diskussionen zu gehen scheint heutzutage Ja doch sehr viel schwieriger zu sein weil andere Meinungen, also so nehme ich das jedenfalls wahr.

00:25:16: Man kann eine andere Meinung schlecht stehen lassen es wird sehr schnell verurteilt aber dann auch noch was sich noch viel schlimmer finde durch Social Media oder anderen Medien.

00:25:31: ja Früher hätte man das Schlammschlacht genannt, also es ist so despektierlich und so grenzüberschreitend geworden.

00:25:44: Wie gehen denn die jungen Menschen damit um wenn du das ansprichst?

00:25:47: Ist denen das auch... Also nehmen die das auch so wahr?

00:25:51: oder kennen sie diese Diskussionskultur, die wir vielleicht oder Streitkultur die wir noch gelernt haben?

00:25:58: Ist das irgendwie kein Thema, ist das für die normal?

00:26:04: Jetzt sprichst du etwas an, was mich sehr belastet.

00:26:12: In jedem Workshop frage ich die Schülerinnen mir Beispiele zu geben von Erfahrungen wo sie antidemokratisches Verhalten erlebt haben.

00:26:32: aus Social Media.

00:26:34: Das kommen aus Erfahrungen auf digitale Plattformen oder in Chatgruppen miteinander, das heißt was ich in den Schulen erleben ist es die meiste junge Leute mir sagen dass es noch schlimmer als ein Schlamm schlachen und ich würde das auch absolut auf die social media abschieben, so zu sagen.

00:26:59: Das ist die Ursache!

00:27:02: Was passiert in Social Media?

00:27:04: Zusammen hat vorher gesprochen über Beobachten und Nicht-Orteilen.

00:27:10: In Social media haben ich reflexartig Daumen hoch, Daumen runter.

00:27:16: Das heißt, reflexartisch werde ich dazu eingeladen eine verurteilende Position zu gehen Und ein Urteil auszusprechen über ganz komplexe Themen in einem sehr begrenzten Kommunikationsraum, wo wir nicht in Interaktion gehen und auch die einen anderen sehen können.

00:27:39: Das heißt diese Polarisierung findet in Social Media statt virtuelle Normalität.

00:27:47: Die Algorithmen sind so geschrieben dass die Reaktionen Ich sage, modularisierend sind.

00:27:56: Die werden hochgedrückt und die deaskalierenden Reaktionen werden unterdrückt.

00:28:01: Das heißt durch Social Media lernen wir ein Kommunikationskultur ganz weit weg ist von dem was wir brauchen für friedliche Gesellschaften.

00:28:11: Und vielleicht auch wenn man das jetzt noch mal reflektiert in social media es alles kurz und knapp ein Statement nicht ausführen.

00:28:19: Warum komme ich dazu?

00:28:21: Erklären, überzeugen so etwas sondern es sind Statements und die finde ich entweder gut oder schlecht und glaube das ist ganz wichtig was du da gesagt hast.

00:28:32: Das lädt gerade dazu ein zu urteilen oder zu verurteilen

00:28:37: Absolut.

00:28:37: Und was die jungen Leute aber machen, weil ich spreche mit ihnen dann über ihren Umgang und ich muss sagen, dass sie sehr häufig gesunde Strategien haben damit umzugehen zum Beispiel zu sagen Ich weiß das ist Social Media und ich nehme das gar nicht mehr ernst oder dass sie ein unheimlich gutes Verständnis von Mobbing hat und davon, wie man sich die Verhalten hat in Mobbing fehlen.

00:29:04: Nicht nur wenn man selbst gemobbt wird aber auch wenn andere Personen gemobben werden.

00:29:08: Also das heißt manchmal haben wir nicht das Gefühl dass die junge Leute mit denen ich arbeiten resilienter sind im Umgang mit diesen Schlammschlachten weil sie es nicht so ernst nehmen und sagen ja das ist Social Media!

00:29:23: Das muss man nicht ernst nehmen.

00:29:25: Ich finde das sehr erfrischend, Debbie.

00:29:27: Dass du diese Haltung hast ich mache mir gar keine Sorgen um die junge Generation.

00:29:33: Das hört man ganz oft anders und das finde ich ganz positiv.

00:29:37: Und vielleicht zum Ende würde ich noch gerne einen Satz zitieren der mir auch aus deinem Vortrag in Erinnerung geblieben ist nämlich so Follower, your inner star und your conviction.

00:29:50: Also zu sagen Mensch ich bleibe bei meinen Überzeugungen und meinen Werten vielleicht.

00:29:56: Magst du dazu als Schlusswort noch ein bisschen was sagen zu diesem sehr motivierenden und positiven Thema?

00:30:04: Sehr gerne danke!

00:30:06: Wir leben in eine Welt die auf dem Kopf steht.

00:30:10: Also die Welt ist für mich so durch einander, wie ich es noch nie in meinen fast dreiundfünfzig Jahre auf dieser Erde erlebt habe.

00:30:19: Und in so eine Zeit brauchen wir eine Orientierung.

00:30:24: Wir brauchen... Wie wilder es da draußen ist!

00:30:28: Wie wichtiger ist das, eine innere Kompass zu haben?

00:30:32: Ich finde dass jede Mensch sich diese Kompasse suchen darf vielleicht sogar suchen muss, um in diese wilde Welt zurechtzukommen und geführt zu werden.

00:30:48: Das ist schön!

00:30:50: Schöne Schlusswort Debbie.

00:30:52: also wir suchen nach unserem Star und unserer Überzeugung und vielleicht konnten wir mit unserem kleinen Gespräch heute einen kleinen Beitrag zum Meer.

00:31:03: miteinander mehr Demokratie vielleicht auch leisten.

00:31:07: das wäre schön.

00:31:10: Danke dir noch mal für die Einladung.

00:31:13: Tschüss,

00:31:14: tschüss!

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